Southern Co erhöht Investitionsplan auf 81 Milliarden Dollar trotz schwacher Quartalszahlen
US-Versorger reagiert auf KI-Rechenzentren und Extremwetter mit massivem Netzausbau und sichert sich Großkunden.

Southern Co, der zweitgrößte Energieversorger der USA, hat seinen Investitionsplan für die Jahre 2026 bis 2030 deutlich erhöht. Das Unternehmen plant nun Ausgaben von rund 81 Milliarden Dollar, verglichen mit 76 Milliarden Dollar im vorherigen Fünfjahresplan. Die Erhöhung erfolgt trotz enttäuschender Quartalszahlen und einer verhaltenen Jahresprognose.
Der massive Kapitalaufwand ist eine Reaktion auf die stark steigende Stromnachfrage durch energieintensive Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen. Gleichzeitig zwingen häufigere Extremwetterereignisse die Versorger zur Modernisierung ihrer Infrastruktur. Auch die zunehmende Elektrifizierung von Heizungen und der Aufschwung der Elektromobilität treiben den Energiebedarf in die Höhe.
Southern Co konnte sich bereits bedeutende Großkunden sichern: Das Unternehmen gab bekannt, Verträge über eine Kapazität von 10 Gigawatt mit Technologiekonzernen wie Google, Meta und Microsoft sowie dem Rechenzentrumsanbieter Compass Datacenters abgeschlossen zu haben. Diese Verträge erstrecken sich über die Bundesstaaten Alabama, Georgia und Mississippi.
Quartalsergebnis enttäuscht Analysten
Für das am 31. Dezember abgeschlossene Quartal wies der in Atlanta ansässige Versorger einen bereinigten Gewinn von 55 Cent pro Aktie aus. Damit verfehlte das Unternehmen die Analystenerwartungen von 57 Cent pro Aktie laut LSEG-Daten. Die Betriebskosten stiegen im Quartalsverlauf um 14,7 Prozent, während der Umsatz um 10 Prozent zulegte.
Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Southern Co einen bereinigten Gewinn zwischen 4,50 und 4,60 Dollar pro Aktie. Der Mittelwert von 4,55 Dollar liegt damit leicht unter der Analystenschätzung von 4,56 Dollar pro Aktie. Trotz der verhaltenen Prognose reagierte die Börse positiv: Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um mehr als 2 Prozent zu.
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Zur AktienanalyseVersorgernetz für 9 Millionen Kunden
Southern Co versorgt rund 9 Millionen Kunden in sechs US-Bundesstaaten: Alabama, Georgia, Illinois, Mississippi, Tennessee und Virginia. Als zweitgrößter Energieversorger der USA spielt das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Energiewende und dem Ausbau der Netzinfrastruktur. Die erhöhten Investitionen sollen sicherstellen, dass das Stromnetz den steigenden Anforderungen durch digitale Transformation und Klimawandel gewachsen ist.


