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Southern California Edison verklagt LA County wegen Eaton-Brand

Der Energieversorger Southern California Edison wehrt sich gegen Schadenersatzklagen zum tödlichen Eaton-Feuer. Das Unternehmen macht Los Angeles County und weitere Behörden mitverantwortlich für das Ausmaß der Katastrophe.

Southern California Edison verklagt LA County wegen Eaton-Brand

Southern California Edison (SCE), eine Tochtergesellschaft von Edison International, hat am Freitag Klage gegen Los Angeles County, mehrere Wasserbehörden und den Gasversorger Southern California Gas eingereicht. Der Energieversorger macht diese für eine Mitverantwortung am verheerenden Eaton-Feuer verantwortlich, das im Januar 2025 in Südkalifornien wütete.

Verheerende Bilanz des Brandes

Das Eaton-Feuer brach am 7. Januar 2025 aus und forderte 19 Menschenleben. Mehr als 9.400 Einfamilienhäuser und andere Gebäude wurden zerstört. SCE steht bereits rund 1.000 Klagen von Anwohnern und Geschäftsinhabern gegenüber, die Schadenersatz fordern.

Versorger räumt mögliche Verursachung ein

SCE hat eingeräumt, dass Indizien darauf hindeuten, dass eine stillgelegte Hochspannungsleitung des Unternehmens das Feuer ausgelöst haben könnte. Die Windgeschwindigkeiten erreichten zum Zeitpunkt des Ausbruchs über 160 km/h. Dennoch sieht der Versorger andere Faktoren als mitverantwortlich für das Ausmaß der Katastrophe.

Vorwürfe gegen Behörden

In den Klageschriften wirft SCE den Behörden schwere Versäumnisse vor. Dazu zählen verspätete Evakuierungswarnungen, Wassermangel bei der Brandbekämpfung, überwuchertes Gestrüpp auf öffentlichem Grund sowie eine unzureichende Ressourcenzuweisung. "Hätten das County und die Behörden mit der gebotenen Sorgfalt gehandelt, hätten die meisten Verletzungen, Todesfälle und ein Großteil der Sachschäden vermieden oder erheblich reduziert werden können", heißt es in der Klage.

Gasversorger im Visier

Auch gegen SoCalGas, eine Tochter von Sempra, wurde Klage eingereicht. SCE behauptet, Risiken und Mängel im Erdgasverteilungssystem hätten zur Brandausbreitung beigetragen. In den frühen Phasen des Feuers sei es zu Gaslecks, Gasbränden und Explosionen gekommen. SoCalGas habe die Risiken gekannt, aber keine Gegenmaßnahmen ergriffen.

Umfangreiche Schadenersatzforderungen

Neben den 998 Klagen von Privatpersonen und Unternehmen sieht sich SCE auch Klagen staatlicher Stellen und Versicherer gegenüber. Das US-Justizministerium verklagte das Unternehmen bereits im September wegen Schäden an Ländereien des National Forest Systems. Fast 2.000 Familien haben Forderungen über das Entschädigungsprogramm von SCE eingereicht.

Erste Entschädigungen ausgezahlt

SCE hat bisher 95 Angebote mit einem Gesamtvolumen von 42,8 Millionen US-Dollar unterbreitet. Mehr als die Hälfte dieser Angebote wurde angenommen. "Wir fühlen uns den von den Bränden im Januar betroffenen Gemeinden weiterhin verpflichtet und helfen ihnen bei der Erholung", erklärte SCE-Sprecher David Eisenhauer. Los Angeles County und Sempra haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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