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South32 verkauft Nickelmine in Kolumbien

Konzern verbucht 130-Millionen-Abschreibung – Preisverfall zwingt Branche zu drastischen Schritten

South32 verkauft Nickelmine in Kolumbien

Der australische Bergbaukonzern South32 wird im Zuge des Verkaufs seiner Ferronickel-Aktivitäten im Norden Kolumbiens eine Wertminderung in Höhe von 130 Millionen US-Dollar verbuchen. Das Unternehmen trennt sich von der Mine Cerro Matoso und übergibt den Betrieb an eine Tochtergesellschaft der global tätigen Industriegruppe CoreX Holding B.V.

South32 rechnet mit einem Erlös von bis zu 100 Millionen US-Dollar durch Barzahlungen seitens CoreX. Die Käuferin ist in mehreren Bereichen aktiv, darunter Metall- und Bergbau sowie grüne Energie. Der Verkauf erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Preisverfalls auf dem globalen Nickelmarkt, der bereits zahlreiche Produzenten zu Einschnitten gezwungen hat.

Bereits im Januar 2024 hatte South32 eine strategische Überprüfung der Anlage in Kolumbien eingeleitet. Das Unternehmen nannte die schwierige Marktlage als ausschlaggebenden Grund für die Prüfung. Insbesondere der starke Produktionsanstieg in Indonesien hat laut Branchenschätzungen zu einem deutlichen Überangebot und damit zu einem Preissturz geführt. Diese Entwicklung zwingt mehrere Anbieter dazu, Investitionen abzuschreiben, Ausgaben zu reduzieren oder den Betrieb gänzlich einzustellen.

Auch South32 blieb von den Marktbedingungen nicht verschont. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bis Ende März 2025 ging die Nickelproduktion des Konzerns um sechs Prozent zurück. Als Ursache nannte das Unternehmen unter anderem niedrigere geplante Nickelgehalte. Gleichzeitig wies es darauf hin, dass strukturelle Veränderungen im Markt weiterhin Druck auf die Preise ausübten.

Die Lage betrifft nicht nur South32. Bereits im Juli 2024 hatte der Branchenriese BHP Group angekündigt, seine Nickelaktivitäten in Westaustralien ab Oktober auszusetzen. Auch hier wurde der Rückgang der Weltmarktpreise sowie ein massives Überangebot als Begründung genannt. Diese Entwicklungen verdeutlichen die tiefgreifenden Herausforderungen, mit denen Nickelproduzenten derzeit weltweit konfrontiert sind.

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