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South32 verkauft Aluminium-Sparte für bis zu 5,6 Milliarden Dollar an Alcoa

Der Bergbaukonzern South32 trennt sich von zentralen Aluminium-Beteiligungen in Australien und Südafrika.

South32 verkauft Aluminium-Sparte für bis zu 5,6 Milliarden Dollar an Alcoa

South32 hat eine verbindliche, bedingte Vereinbarung über den Verkauf seiner Aluminium-Vermögenswerte unterzeichnet. Käufer ist die an der NYSE und ASX gelistete Alcoa Corporation, die für die Beteiligungen bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar zahlt. Es handelt sich um eine der bedeutendsten Transaktionen im globalen Bergbausektor der jüngeren Zeit.

Die Vereinbarung umfasst konkret zwei strategisch wichtige Beteiligungen aus der Aluminium-Wertschöpfungskette von South32: die Worsley Alumina in Australien sowie Hillside Aluminium in Südafrika. Beide Anlagen gelten als bedeutende Produktionsstandorte innerhalb der globalen Aluminiumindustrie. Mit dem Verkauf zieht sich South32 aus einem wesentlichen Teil seines Aluminiumgeschäfts zurück.

Mozal-Betrieb in Mosambik ausgeschlossen

Nicht Teil der Transaktion ist das Mozal-Aluminium-Geschäft von South32 in Mosambik. Dieser Betrieb befindet sich derzeit im sogenannten „care and maintenance"-Modus, also im Wartungs- und Instandhaltungsbetrieb. Eine Veräußerung auch dieses Standorts wird laut den vorliegenden Informationen „aktiv geprüft".

Der „care and maintenance"-Modus bedeutet in der Bergbaubranche, dass ein Betrieb zwar nicht aktiv produziert, aber so instand gehalten wird, dass eine spätere Wiederaufnahme der Produktion oder ein Verkauf möglich bleibt. Für Mosambik sucht South32 demnach weiterhin nach einer geeigneten Lösung, ohne dabei den Verkauf an Alcoa abzuwarten.

Alcoa als globaler Aluminium-Riese

Alcoa Corporation ist einer der weltweit führenden Aluminiumproduzenten und an zwei bedeutenden Börsen notiert – der New York Stock Exchange (NYSE) sowie der Australian Securities Exchange (ASX). Die Übernahme der South32-Beteiligungen würde die Produktionskapazitäten und die geografische Reichweite von Alcoa erheblich ausweiten. Für Alcoa stellt der Deal eine strategische Stärkung seiner Position in der globalen Aluminium-Wertschöpfungskette dar.

South32 ist ein diversifizierter Bergbaukonzern, der aus einer Abspaltung des BHP-Konzerns hervorgegangen ist und ein breites Portfolio an Rohstoffbeteiligungen weltweit hält. Mit dem Verkauf der Aluminium-Vermögenswerte setzt das Unternehmen offenbar auf eine weitere Fokussierung seines Portfolios. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Bedingungen, wie bei solchen Großtransaktionen üblich.

Für deutsche Anleger ist der Deal aus mehreren Gründen relevant: Alcoa ist als NYSE-gelistetes Unternehmen auch für internationale Investoren zugänglich, und die Aluminiumindustrie spielt als Zulieferer für Automobil-, Bau- und Verpackungsindustrie eine wichtige Rolle in der globalen Wirtschaft. Bewegungen in diesem Sektor können Signalwirkung für die gesamte Rohstoffbranche haben.

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