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South32 steigert Gewinn dank Alumina und höheren Preisen

Zyklonfolgen, Kostendruck und Kürzung der Dividende bremsen die Bilanzentwicklung

South32 steigert Gewinn dank Alumina und höheren Preisen

Der australische Bergbaukonzern South32 hat für das abgelaufene Geschäftsjahr einen kräftigen Gewinnanstieg vermeldet. Der Überschuss legte um 75 Prozent auf 666 Millionen Dollar zu, nachdem im Vorjahr noch 380 Millionen Dollar ausgewiesen worden waren. Wesentlichen Anteil daran hatte die Alumina-Sparte, die von einem deutlichen Preisaufschwung profitierte. Die Einnahmen aus diesem Bereich stiegen um 714 Millionen Dollar auf 1,08 Milliarden Dollar. Der Gewinn blieb dennoch hinter den Erwartungen zurück, da Analysten im Schnitt mit 697,7 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Die Aktie des Unternehmens reagierte auf die Veröffentlichung schwächer und fiel im frühen Handel um bis zu 2,1 Prozent auf 2,85 australische Dollar. Der Gesamtmarkt zeigte sich hingegen kaum verändert. Ausschlaggebend für das Verfehlen der Prognosen waren vor allem geringere Beiträge aus den australischen Manganese-Aktivitäten, die durch die Folgen des Zyklons Megan belastet wurden.

Neben Alumina trugen auch die Aluminiumgeschäfte zum Gewinnsprung bei. Dort sorgten höhere Preise, die aus Lieferengpässen und steigenden Kosten resultierten, für eine bessere Entwicklung. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen, die Produktion in seinen Worsley-Alumina-Anlagen auszuweiten. Bis zum Geschäftsjahr 2027 soll das Volumen um vier Prozent steigen, da die Raffinerie durch eine verbesserte Bauxit-Verfügbarkeit wieder ihre maximale Auslastung erreichen kann.

Für den Standort Mozal in Mosambik kündigte South32 hingegen Einschränkungen an. Die Aluminiumhütte soll ab März 2026 unter Pflege und Wartung gestellt werden. Investitionen werden auf ein Minimum begrenzt, nachdem das Unternehmen bereits Anfang des Monats eine Wertminderung von 372 Millionen Dollar auf die Anlage bekanntgegeben hatte. Hintergrund ist, dass nach Auslaufen des aktuellen Energieversorgungsvertrags keine bezahlbare Stromversorgung gesichert werden kann.

Analysten von Jefferies erwarten für das Geschäftsjahr 2026 steigende Betriebskosten in den meisten Segmenten. Das Unternehmen selbst, das 2015 aus der Abspaltung von BHP hervorgegangen war und seinen Sitz in Perth hat, erklärte dennoch, an seiner Kapitalpolitik festzuhalten. South32 will 144 Millionen Dollar an die Aktionäre zurückführen und hat das bestehende Rückkaufprogramm um ein Jahr bis September 2026 verlängert.

Zudem gab der Konzern eine Schlussdividende von 2,6 Cent je Aktie bekannt. Im Vorjahr waren noch 3,1 Cent ausgeschüttet worden. Damit zeigt sich, dass der Konzern trotz gestiegener Gewinne angesichts der unsicheren Aussichten in einzelnen Bereichen vorsichtiger agiert. Insgesamt konnte South32 jedoch von der positiven Entwicklung der Rohstoffpreise profitieren, auch wenn Belastungen wie Naturereignisse oder steigende Kosten die Bilanz teilweise dämpften.

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