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South32 droht mit Schließung von Mozal

Streit um Strompreise gefährdet Aluminiumproduktion und Investitionen in Mosambik

South32 droht mit Schließung von Mozal

Der australische Bergbaukonzern South32 droht mit der Stilllegung seines Aluminiumwerks Mozal in Mosambik, da die Verhandlungen über eine zukünftige Stromversorgung bislang ergebnislos verlaufen sind. Das Unternehmen kündigte an, eine Wertminderung in Höhe von 372 Millionen Dollar vorzunehmen und sich auf ein mögliches Herunterfahren der Anlage vorzubereiten. Der bestehende Liefervertrag über Strom läuft im März 2026 aus, doch bislang konnte keine Einigung mit der Regierung in Maputo über bezahlbare Konditionen erzielt werden.

Bereits im Juli hatte South32 davor gewarnt, dass das Werk im laufenden Geschäftsjahr von einer Wertminderung betroffen sein könnte. Grund dafür sei die Unfähigkeit, wettbewerbsfähige Energiepreise zu sichern. Unternehmenschef Graham Kerr erklärte, das aktuelle Angebot würde dazu führen, dass das Werk dauerhaft negativ im Cashflow wäre. Man müsse jedoch ein Geschäftsmodell haben, das selbst in schwierigen Marktphasen zumindest positive Rückflüsse erziele und den Aktionären eine Rendite ermögliche.

In einer Mitteilung an die Börse erklärte South32, man gehe davon aus, dass ein Betrieb unter den gegebenen Umständen nicht aufrechtzuerhalten sei. Deshalb würden Investitionen zurückgefahren und Arbeiten wie das Auskleiden von Schmelztiegeln eingestellt. An der Börse reagierten die Anleger prompt: Die Aktien des Unternehmens verloren mehr als fünf Prozent. Parallel dazu setzt South32 nach eigenen Angaben die Gespräche mit der mosambikanischen Regierung, dem Wasserkraftproduzenten Hidroeléctrica de Cahora Bassa sowie mit dem südafrikanischen Energieversorger Eskom fort.

Ein vollständiges Aus für das Werk ist jedoch noch nicht beschlossen. Sollte eine Einigung über die Stromkosten erzielt werden, könnte die Anlage weiter betrieben werden. Konzernchef Kerr betonte, man hoffe auf eine Lösung, die den Weiterbetrieb des Werks über das Jahr 2026 hinaus ermögliche und den bedeutenden Beitrag der Mozal-Schmelze für Mosambik sichere. Hidroeléctrica de Cahora Bassa ist derzeit der Hauptstromlieferant, während Eskom einspringt, wenn die Kapazitäten nicht ausreichen.

South32 rechnet damit, dass die eigene Produktionsbeteiligung an Mozal im Geschäftsjahr 2026 auf rund 240.000 Tonnen Aluminium sinken wird. Im Jahr davor hatte der Wert noch bei 355.000 Tonnen gelegen. Schon im Dezember war die Produktion durch landesweite Proteste in Mosambik beeinträchtigt worden, was den Konzern ebenfalls zu einer Wertminderung veranlasste. Damit steht die Zukunft einer der größten Industrieanlagen des Landes weiterhin auf unsicheren Grundlagen.

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