South32-Aktie springt 10% nach Milliarden-Deal mit Alcoa
Der australische Bergbaukonzern South32 verkauft sein Aluminiumgeschäft für bis zu 5,6 Milliarden Dollar an Alcoa.

Die Aktien von South32 legten am Mittwoch um bis zu 10 Prozent auf 4,290 australische Dollar zu. Auslöser war die Bekanntgabe einer weitreichenden Vereinbarung: Der in Perth ansässige Bergbaukonzern veräußert nahezu sein gesamtes Aluminiumgeschäft an die US-amerikanische Alcoa Corporation – für einen Gesamtwert von bis zu 5,6 Milliarden US-Dollar.
Die Transaktion setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. South32 erhält zunächst 3,1 Milliarden Dollar als sofortige Barzahlung sowie rund 1 Milliarde Dollar in neu ausgegebenen Alcoa-Aktien. Hinzu kommt ein sogenanntes Contingent Value Right (CVR) – ein bedingtes Wertrecht – von bis zu 750 Millionen Dollar, das an die künftige Entwicklung der Tonerde- und Aluminiumpreise gekoppelt ist. Die Vorstände beider Unternehmen haben dem Deal einstimmig zugestimmt.
Der Abschluss der Transaktion wird für die erste Hälfte des Jahres 2027 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der zuständigen Regulierungsbehörden. Für Anleger ist diese Bedingung ein wichtiger Faktor: Bis zur finalen Genehmigung bleibt eine gewisse Unsicherheit bestehen.
Was der Deal umfasst
Zum Verkaufspaket gehören bedeutende Beteiligungen an mehreren Produktionsstandorten. Konkret handelt es sich um:
- Worsley Alumina in Westaustralien
- Hillside Aluminium in Südafrika
- Die Bauxitmine MRN in Brasilien
- Die Tonerderaffinerie Alumar in Brasilien
- Die Aluminiumhütte in Brasilien
Ausgenommen vom Verkauf ist der Betrieb Mozal in Mosambik, der sich derzeit im Wartungsmodus befindet und somit nicht Teil der Vereinbarung ist.
Der Deal fällt zudem auf einen symbolisch bedeutsamen Tag: Es ist der erste Arbeitstag von Matthew Daley als neuem CEO von South32. Der Verkauf des Aluminiumgeschäfts dürfte damit eines der ersten großen Signale seiner Amtszeit sein.
Strategische Neuausrichtung auf Kupfer, Zink und Silber
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Zur AktienanalyseSouth32 stellt die Transaktion als strategische Neuausrichtung dar. Das Unternehmen will sich künftig stärker auf seine margenstärkeren Geschäftsbereiche konzentrieren – insbesondere auf Kupfer, Zink, Silber und Blei. Diese Metalle gelten in der Bergbaubranche als besonders zukunftsträchtig, unter anderem wegen der wachsenden Nachfrage im Bereich der Energiewende und Elektromobilität.
Nach Abschluss der Transaktion verpflichtet sich South32, mindestens rund 500 Millionen Dollar durch eine Sachausschüttung von Alcoa-Aktien an seine Aktionäre zurückzugeben. Das ist ein klares Signal an den Markt, dass die Erlöse nicht vollständig im Unternehmen verbleiben, sondern direkt an die Investoren weitergegeben werden.
Das Marktumfeld am Tag der Bekanntgabe war gemischt. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 gab um 0,5 Prozent nach und bot damit ein leicht negatives Umfeld. Positiver war die Stimmung an der Wall Street: Der S&P 500 stieg um 0,8 Prozent, der technologielastige Nasdaq legte sogar um 1,5 Prozent zu – und sorgte damit für einen unterstützenden globalen Kontext für den Kurssprung der South32-Aktie.

