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Sorgen wegen Börsenverkäufen: Erleichterung nach Midterm-Wahlen in Sicht

Der S&P 500 erzielte in neun Monaten nach dem Wahltag seit 1950 durchschnittlich 15,5 Prozent Rendite.

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Sorgen wegen Börsenverkäufen: Erleichterung nach Midterm-Wahlen in Sicht

Ein scharfer Rückgang bei Halbleiteraktien und anderen stark gehandelten Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) hat viele Anleger verunsichert. Der S&P 500 liegt zwar nur noch wenige Prozentpunkte von seinen Rekordniveaus entfernt, doch die jüngste Schwäche in diesen zuvor boomenden Segmenten sorgt für Nervosität an den Märkten. Viele Investoren fragen sich, ob die Rally weitergehen kann oder ob eine größere Korrektur bevorsteht.

Doch ein etabliertes historisches Muster deutet darauf hin, dass die Aktienmärkte wahrscheinlich weiter steigen werden. Entscheidend ist dabei nicht, wer im November die Midterm-Wahlen gewinnt. Die Daten zeigen vielmehr, dass sich die Märkte in der Zeit nach dem Wahltag traditionell positiv entwickeln.

Das historische Muster seit 1950

In den neun Monaten zwischen dem Wahltag und dem 30. Juni hat der S&P 500 seit 1950 durchschnittlich 15,5 Prozent Rendite erzielt. Diese Zahl ist bemerkenswert, weil sie über einen langen Zeitraum hinweg gemessen wurde und damit verschiedene politische Konstellationen umfasst. Sie legt nahe, dass die Phase nach den Zwischenwahlen für Aktienanleger historisch günstig war – und zwar unabhängig davon, welche Partei die Mehrheit im Kongress erlangte.

Für deutsche Anleger ist dieser Zusammenhang besonders relevant, weil der S&P 500 als wichtigster Gradmesser für die US-Aktienmärkte gilt und auch die europäischen Börsen stark beeinflusst. Die US-Wirtschaft und die dortigen Unternehmen haben ein großes Gewicht in globalen Portfolios. Entwicklungen an der Wall Street wirken sich daher auch auf Depots in Deutschland aus.

Was sind Midterm-Wahlen?

Bei den Midterm-Wahlen in den USA wird die Zusammensetzung des Kongresses neu bestimmt. Sie finden in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten statt, weshalb sie auch als Zwischenwahlen bezeichnet werden. Für die Börsen ist dabei weniger der konkrete Ausgang entscheidend als vielmehr das Ende der Unsicherheit, die solche Wahlkämpfe mit sich bringen.

Die aktuelle Verunsicherung konzentriert sich vor allem auf Halbleiter und KI-Aktien, die in den vergangenen Monaten stark gehandelt wurden. Ein Rückgang in diesen Bereichen kann die allgemeine Stimmung bremsen, auch wenn der breite Markt nur wenige Prozentpunkte von Rekorden entfernt bleibt. Der historische Durchschnitt von 15,5 Prozent in den neun Monaten nach dem Wahltag bietet in dieser Situation einen wichtigen Orientierungspunkt.

Ob sich das Muster auch diesmal wiederholt, bleibt abzuwarten. Die Vergangenheit liefert keine Garantie für die Zukunft, doch sie zeigt, dass die Zeit nach den Midterm-Wahlen für den S&P 500 häufig ertragreich war. Anleger, die wegen der jüngsten Verkäufe verunsichert sind, könnten daher Grund zur Erleichterung haben – unabhängig vom Wahlausgang im November.

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