Sommerlektüre 2026: Die besten Krimis und Thriller im Überblick
Die Financial Times empfiehlt acht spannende Krimis und Thriller für den Sommer 2026 – von Brighton bis Teheran.

Die Financial Times hat ihre Auswahl der besten Sommerbücher 2026 veröffentlicht. Im Fokus stehen acht Krimis und Thriller, die laut FT-Chefredakteurin Roula Khalaf und weiteren Kritikern das Genre in diesem Jahr besonders bereichern. Die Auswahl reicht von britischen Küstendramen bis hin zu hochaktuellen Geheimdienstthrillern.
Den Auftakt macht
The Darkest Tide
von Peter Hanington (Baskerville), der an Graham Greenes legendäres „Brighton Rock" anknüpft. Im Mittelpunkt steht Susan Cotton, die herausfindet, dass ihr an Demenz erkrankter Vater der Buchhalter der Mafia von Brighton war – mit gefährlichen Konsequenzen für ihr eigenes Leben. Ein solides Stück Südküsten-Krimi, das den berühmten Vorgänger zwar nicht übertrifft, aber eigenständig überzeugt.
Ebenfalls auf der Liste:
The Secrets We Hide
von Karin Slaughter (HarperCollins). Die amerikanische Bestsellerautorin hat ihre Romane bislang mehr als 40 Millionen Mal verkauft. Der neueste Teil ihrer North-Falls-Serie befasst sich auf provokante Weise mit den Folgen eines blutigen Mordes, bei dem Kindesmissbrauch und Ausbeutung eine zentrale Rolle spielen.
Britische Detektive und internationale Spionage
Simon Masons
The Dangerous Stranger
(riverrun) spielt in Oxford und folgt einem Detektiv-Duo, das das gesamte soziale Spektrum abdeckt. Die FT vergleicht die Charakterzeichnung mit Reginald Hills berühmtem Duo Dalziel und Pascoe. Hochaktuell ist der Fall: Ein Todesfall in einem Hotel, in dem Asylbewerber untergebracht sind, steht im Mittelpunkt der Ermittlungen.
Tana French liefert mit
The Keeper
(Viking) einen weiteren Eintrag in die Reihe um Protagonist Cal Hooper, der in einem abgelegenen Dorf ermittelt. French belebt das vertraute Terrain aus Verrat, Groll und Machtspielen mit ihrem charakteristischen erzählerischen Elan neu und überzeugt erneut mit einer starken Riege an Nebencharakteren.
Für Fans von Geheimdienstliteratur empfiehlt die FT
The Persian
von David McCloskey (Swift Press/WW Norton). Der Autor, ein ehemaliger CIA-Offizier, erzählt die Geschichte eines in Stockholm lebenden persisch-jüdischen Zahnarztes, der vom Mossad rekrutiert wird. Die Handlung wechselt zwischen den Gefängnissen Teherans und den Geheimdienstzentralen in Tel Aviv – McCloskeys Insiderwissen verleiht dem Roman besondere Glaubwürdigkeit.
Internationale Schauplätze und verborgene Welten
Michael Idovs
The Cormorant Hunt
(Scribner) schickt den ehemaligen CIA-Offizier Ari Falk von Tiflis und Prag bis nach Pisa und Washington DC. Er wird erneut rekrutiert, um eine Gruppe von Radikalen aus der sogenannten „Manosphere" zu infiltrieren, angeführt von einem britischen Akademiker. Idov schreibt laut FT mit Witz und sprühender Energie.
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Zur AktienanalyseZwei weitere Highlights runden die Auswahl ab:
The End of the Sahara
von Saïd Khatibi, übersetzt von Alexander Elinson (Bitter Lemon Press), spielt im Algerien des Jahres 1988 – kurz vor den blutigen Unruhen. Eine Nachtclubsängerin wird tot aufgefunden, und Khatibi zeichnet das Leben mehrerer Charaktere in einer von Gewalt, Elend und Korruption geprägten Stadt nach.
Schließlich empfiehlt die FT
No Exit
von Simon Lewis (Sort of Books): Ein im Exil lebender chinesischer Polizeiinspektor und seine Tochter stecken in einem trostlosen Londoner Apartment fest. Wegen Korruptionsvorwürfen in seiner Heimat gesucht, wird er erpresst, für die chinesische Mafia zu arbeiten. Lewis verbindet eine rasante Krimihandlung mit einer Geschichte über väterliche Liebe.
Die vollständige Sommerlektüre-Reihe der FT umfasst neben Krimis und Thrillern auch Empfehlungen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Ökonomie, Belletristik und Politik – präsentiert von verschiedenen FT-Autoren und Kritikern im Laufe der Woche.


