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Solvay Q1-Ergebnisse: EBITDA trifft Konsens trotz Umsatzschwäche

Der Chemiekonzern Solvay meldet ein bereinigtes EBITDA von 219 Millionen Euro und bestätigt seine Jahresprognose.

Solvay Q1-Ergebnisse: EBITDA trifft Konsens trotz Umsatzschwäche

Der belgische Chemiekonzern Solvay hat am Donnerstag seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 219 Millionen Euro und lag damit nahezu exakt auf Höhe der Konsensschätzungen von 220 Millionen Euro. Damit lieferte das Unternehmen ein solides Quartalsergebnis, auch wenn der Gesamtumsatz hinter den Erwartungen zurückblieb.

Der Konzernumsatz erreichte 997 Millionen Euro und verfehlte damit die Konsenserwartungen von 1,04 Milliarden Euro. Auf organischer Basis sank der Umsatz um 8,5 Prozent. Dieser Rückgang ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: ein gesunkenes Absatzvolumen von minus 3,3 Prozent sowie Preissenkungen von minus 5,2 Prozent. Positiv wirkten sich Währungseffekte aus, die 2,6 Prozent zum Umsatz beisteuerten.

Gemischtes Bild bei den Sparten

Die Sparte Basic Chemicals enttäuschte mit einem bereinigten EBITDA von 129 Millionen Euro, das deutlich unter den Konsensschätzungen von 150 Millionen Euro lag. Der Umsatz in diesem Bereich belief sich auf 610 Millionen Euro, was einem organischen Rückgang von 6,7 Prozent entspricht. Besonders der Bereich Soda & Derivate schwächelte: Der Umsatz sank organisch um 7,2 Prozent auf 397 Millionen Euro, wobei sowohl auf den Inlandsmärkten als auch im Überseegeschäft Preisrückgänge zu verzeichnen waren. Der Umsatz mit Peroxiden fiel organisch um 5,8 Prozent auf 213 Millionen Euro, belastet durch geringere Nachfrage nach HPPO und Zwischenprodukten.

Ein deutlich erfreulicheres Bild zeigte dagegen die Sparte Performance Chemicals. Sie erzielte ein bereinigtes EBITDA von 84 Millionen Euro und übertraf damit die Konsensschätzungen von lediglich 62 Millionen Euro erheblich. Der Umsatz in diesem Segment lag bei 387 Millionen Euro, was einem organischen Rückgang von 11,3 Prozent entspricht. Der Bereich Silica verzeichnete einen Umsatz von 129 Millionen Euro (organisch minus 7 Prozent), belastet durch geringere Absatzmengen im Reifensegment. Coatis erzielte 115 Millionen Euro (organisch minus 16 Prozent), während Spezialchemikalien auf 142 Millionen Euro kamen (organisch minus 11 Prozent).

Cashflow und Verschuldung unter der Lupe

Beim Cashflow zeigt sich eine Abschwächung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der operative Cashflow für das Quartal belief sich auf 94 Millionen Euro, nach 116 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Der freie Cashflow für die Aktionäre aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 26 Millionen Euro, verglichen mit 42 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Nettofinanzverschuldung betrug 1,7 Milliarden Euro, was einem Verhältnis von Verschuldung zu EBITDA von 2,0 entspricht.

Trotz der gemischten Quartalszahlen hält Solvay an seiner Jahresprognose fest. Das Unternehmen bestätigte ein zugrunde liegendes EBITDA zwischen 770 Millionen und 850 Millionen Euro für das Gesamtjahr, was im Einklang mit den Konsensschätzungen von 814 Millionen Euro steht. Darüber hinaus bekräftigte Solvay sein Ziel für den freien Cashflow von mindestens 200 Millionen Euro sowie maximale Investitionsausgaben von 300 Millionen Euro. Die bestätigte Jahresprognose dürfte Anleger beruhigen, auch wenn das operative Umfeld mit Preisdruck und Nachfrageschwäche herausfordernd bleibt.

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