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Solaris sichert neue Finanzierung über 150 Millionen Euro

Frisches Kapital soll Umbau abschließen und Profitabilität in zwei Jahren erreichen

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Solaris sichert neue Finanzierung über 150 Millionen Euro

Die Berliner Solaris steht kurz vor dem Abschluss einer bedeutenden Finanzierungsrunde über 150 Millionen Euro. Das Fintech, das Bankdienstleistungen für Start-ups und etablierte Unternehmen anbietet, konnte laut Handelsblatt-Informationen einen wichtigen Meilenstein erreichen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, ein abgestimmtes Finanzierungskonzept sei den Anteilseignern vorgelegt worden, und das finale Investment Agreement solle noch in diesem Monat abgeschlossen werden.

Hauptinvestor der Runde ist der japanische Konzern SBI, der durch das Investment die Mehrheit an Solaris übernehmen und damit maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen gewinnen wird. Bereits im März 2024 hatte SBI zusammen mit weiteren Investoren eine Finanzierungsrunde von 96 Millionen Euro gestemmt und zusätzliche Finanzgarantien für das ADAC-Portfolio in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro bereitgestellt. Damals konnte Solaris seine Bewertung stabil bei 1,6 Milliarden Euro halten.

Die neue Finanzspritze ist für Solaris essenziell, da die Finanzaufsicht Bafin das Unternehmen bereits seit längerer Zeit streng überwacht. Ohne die zusätzlichen Mittel würde Solaris die aufsichtlichen Kapitalanforderungen nicht erfüllen und riskierte, die Banklizenz zu verlieren. Die Finanzrunde soll insbesondere dazu beitragen, die Verschuldungsquote zu verbessern. Diese muss laut EU-Vorgaben mindestens drei Prozent betragen, wobei sehr große Institute oft strengeren Anforderungen unterliegen.

Ein Abschluss der Runde am oberen Ende der ursprünglich anvisierten Spanne von 100 bis 150 Millionen Euro scheint nun wahrscheinlich. Finanzkreisen zufolge soll das eingesammelte Kapital Solaris für die nächsten 24 Monate finanzieren und das Unternehmen bis zur Profitabilitätsschwelle tragen. Im Jahr 2023 verbuchte Solaris einen Fehlbetrag von 178 Millionen Euro, fast das Dreifache des Verlustes von 2022. Neuere Finanzdaten liegen derzeit nicht vor.

Unter der Leitung von Carsten Höltkemeyer, der seit Mai 2023 die Geschäfte führt, hat Solaris einen umfassenden Umbauprozess durchlaufen. Dazu zählte unter anderem die Einstellung großer Teile des Contis-Geschäfts sowie der Abschluss der Migration von 1,3 Millionen ADAC-Kreditkartenkunden. Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen Ende September 2024 seine Belegschaft um etwa ein Drittel, was rund 240 Stellen entsprach.

Mit der laufenden Finanzierungsrunde verschafft sich Solaris die Möglichkeit, den Umbauprozess fortzusetzen. Ziel bleibt es, das Unternehmen nachhaltig zu restrukturieren und langfristig profitabel zu machen.

SolarisUnternehmerFinanzierungFintech

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