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Solarenergie in Deutschland im Aufschwung

Unternehmen und Landwirte treiben den Ausbau, Privatleute zurückhaltend. China führt weltweit.

Solarenergie in Deutschland im Aufschwung

Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland schreitet weiter voran. Die zuletzt gemessene Leistung ist gestiegen, insbesondere durch vermehrte Installation von Solaranlagen durch Landwirte und Unternehmen. Private Hausbesitzer halten sich jedoch derzeit eher zurück. Im ersten Halbjahr 2024 lag die neu installierte Leistung um ein Viertel höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte der Bundesverband Solarwirtschaft mit, basierend auf einer Zwischenauswertung der Daten der Bundesnetzagentur. Die Bruttoleistung aller deutschen Solaranlagen belief sich zum 18. Juli auf 90,4 Gigawatt-Peak. Im Jahr 2023 deckten die installierten Anlagen rund zwölf Prozent des gesamten Bruttostromverbrauchs und produzierten 62 Terawattstunden Strom.

Interessanterweise ist die Zahl der auf privaten Dächern installierten Solaranlagen gesunken. Im sogenannten Heimsegment wurden im ersten Halbjahr rund fünf Prozent weniger Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen als im Jahr zuvor. Dennoch verzeichnete der Heimbereich insgesamt die stärkste Leistungszunahme, mit einem Anstieg um rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch auf Freiflächen und Gewerbedächern stieg die Leistung erheblich, um 37 Prozent bzw. 21 Prozent. Bei Balkon-Solaranlagen war ein moderater Zuwachs von drei Prozent zu beobachten. Diese Trends zeigen eine zunehmende Beteiligung von Unternehmen und Landwirten an der Nutzung von Solarenergie.

Weltweit nimmt die Leistung der Solaranlagen ebenfalls zu. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass die Photovoltaik allein etwa die Hälfte des Anstiegs der weltweiten Stromnachfrage in diesem und im nächsten Jahr abdecken wird. Solar- und Windenergie zusammen sollen sogar drei Viertel des Wachstums ausmachen. China spielt dabei eine führende Rolle und baut fast doppelt so viele Kapazitäten für Solar- und Windenergie wie alle anderen Länder zusammen. Laut einer Studie der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Global Energy Monitor entfallen 64 Prozent der weltweit im Bau befindlichen Solar- und Windenergiekapazitäten auf China.

Hinter China folgen die USA, Brasilien, Großbritannien und Spanien, jedoch mit großem Abstand. Chinas erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien tragen maßgeblich zum Wirtschaftswachstum des Landes bei, wie der Umwelt-Thinktank "Centre for Research on Energy and Clean Air" berichtet. Im vergangenen Jahr machten diese Investitionen rund 40 Prozent des Wirtschaftswachstums aus. Dennoch baut China auch viele neue Kohlekraftwerke, offiziell um den Übergang zu den Erneuerbaren Energien reibungslos zu gestalten. Dies führt international zu Kritik, ebenso wie Chinas Überkapazitäten in der Wind- und Solarindustrie. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob diese Überkapazitäten durch staatliche Subventionen herbeigeführt wurden, um im Ausland einen Preisvorteil zu schaffen.

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