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Solaranlagen: Ist der Kauf jetzt sinnvoll?

Steigende Energiepreise und Fördermöglichkeiten - Experten geben Tipps für die richtige Entscheidung

Solaranlagen: Ist der Kauf jetzt sinnvoll?

Die Preise für Solaranlagen sind in jüngster Zeit deutlich gesunken, insbesondere die Großhandelspreise für Solarmodule mittlerer Energieeffizienz haben seit Anfang 2023 einen Rückgang von mehr als 35 Prozent verzeichnet. Diese Entwicklung weckt bei vielen Hausbesitzern das Interesse an der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage, da die gestiegenen Strompreise und das Streben nach einer verbesserten Ökobilanz sie dazu motivieren. Doch stellt sich die Frage, ob der Kauf einer Solaranlage derzeit wirklich eine lohnende Investition ist?

Stefan Hoffmann, Referent für Photovoltaik bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, weist darauf hin, dass trotz des Rückgangs der Großhandelspreise die Endverbraucherpreise bisher nicht gesunken sind. Dennoch empfiehlt er, jetzt in eine PV-Anlage zu investieren, da unvorhergesehene Ereignisse den Markt jederzeit beeinflussen könnten. Ein weiterer Faktor, der beachtet werden muss, ist, dass ein erheblicher Teil der Kosten für die Installation einer Solaranlage auf die Handwerksbetriebe entfällt, was unwahrscheinlich ist, dass diese auf das Niveau von vor einigen Jahren zurückgehen.

Die finanzielle Rentabilität einer Photovoltaik-Anlage hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms. Die aktuellen Gestehungskosten für Solarstrom liegen zwischen sieben und 17 Cent pro Kilowattstunde, während die Endverbraucherpreise für Netzstrom bei mehr als 38 Cent pro Kilowattstunde liegen. Die Amortisationszeit für den Kauf einer Solaranlage hat sich jedoch aufgrund gestiegener Kosten von zehn bis 15 Jahren auf 15 bis 20 Jahre erhöht.

Bei der Auswahl eines Angebots für Solaranlagen ist es wichtig, mindestens drei Angebote von lokalen Firmen einzuholen und sicherzustellen, dass sie alle relevanten Leistungen, einschließlich Gerüstkosten und Zählerkasten, enthalten. Die Preisschmerzgrenze für kleinere Anlagen liegt bei etwa 2000 Euro pro Kilowattstunde Leistung inklusive Montage, während leistungsstärkere Anlagen ab zehn kWp zu einem Preis von etwa 1500 Euro pro Kilowattstunde realistisch sind.

Die staatliche Förderung kann Käufern ebenfalls helfen, Kosten zu senken, indem zinsgünstige Kredite und kommunale Unterstützung angeboten werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Kriterien für diese Förderungen von Ort zu Ort unterschiedlich sein können und die Programme oft begrenzt sind.

Die Lage des Hauses und die Ausrichtung des Daches sind entscheidend für die Effizienz einer Solaranlage. Die meisten Dächer sind für die Installation von Photovoltaik-Anlagen geeignet, wobei steile Norddächer eine geringere Sonneneinstrahlung aufweisen. Größere Anlagen sind in der Regel kosteneffizienter, sollten jedoch auf den individuellen Strombedarf abgestimmt sein.

Es kann auch sinnvoll sein, einen Batteriespeicher zu installieren, um den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms zu maximieren. Allerdings sind Batteriespeicher derzeit oft teuer und rechnen sich nicht immer finanziell.

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