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Solana zwischen Hype und Realität

ETFs, Tokenisierung und Stablecoins entscheiden über die künftige Entwicklung der Kryptowährung

Solana zwischen Hype und Realität

Der Kurs der Kryptowährung Solana ist in den vergangenen Monaten erheblich unter Druck geraten. Noch zu Beginn des Jahres hatte ein kurzfristiger Hype rund um Memecoins für einen starken Anstieg des SOL-Coins gesorgt. Ausgelöst wurde dieser Boom durch die Ankündigung von Donald Trump, eine eigene Digitalwährung ins Leben zu rufen. In der Folge stieg das Handelsvolumen auf der Solana-Blockchain auf ein Vielfaches des üblichen Niveaus, und der Kurs legte zeitweise um mehr als 40 Prozent zu. Der Grund dafür liegt in der technischen Struktur: Viele dieser Spaß-Kryptowährungen laufen über das Solana-Netzwerk, das eine besonders hohe Geschwindigkeit bei Transaktionen ermöglicht.

Mit dem Abflauen dieses kurzfristigen Trends und der wachsenden Inflationsangst hat sich die Lage jedoch deutlich geändert. Der Kurs von Solana fiel seit Januar um mehr als 40 Prozent. Dennoch sehen einige Marktbeobachter weiterhin Chancen für eine positive Entwicklung. Die Vermögensverwaltung VanEck etwa nennt ein Kursziel von 520 Dollar bis Jahresende – was einem Anstieg von mehr als 250 Prozent entspräche. Voraussetzung dafür sind jedoch Fortschritte in drei entscheidenden Bereichen.

Eine zentrale Rolle spielt die mögliche Einführung börsengehandelter Indexfonds (ETFs) auf Solana. Mehrere Vermögensverwalter haben entsprechende Anträge bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Auf Plattformen wie Polymarket gehen derzeit 87 Prozent der Nutzer von einer Zulassung aus. Die veränderte Besetzung der SEC unter US-Präsident Trump hat hierbei eine optimistischere Stimmung erzeugt. Noch vor zwei Jahren hatte die Behörde Solana als nicht-registriertes Wertpapier eingestuft, was damals für erhebliche Kursverluste sorgte.

Ein weiterer Faktor ist die Tokenisierung realer Vermögenswerte. Ziel von Solana ist es, eine dezentrale Infrastruktur für den Handel mit Aktien und anderen Werten zu bieten – ganz ohne Zwischeninstanzen. Derzeit dominiert allerdings Ethereum diesen Markt. Während Solana theoretisch bis zu 65.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten kann, sind es bei Ethereum mit Zusatzlösungen schon heute bis zu 10.000. Künftige Upgrades wie „The Surge“ bei Ethereum oder „Firedancer“ bei Solana könnten den Wettbewerb weiter verschärfen.

Schließlich spielt auch der Markt für Stablecoins eine bedeutende Rolle. Diese digital gestützten Währungen gewinnen zunehmend an Bedeutung für grenzüberschreitende Zahlungen. Solana konnte hier seit dem vergangenen Jahr seinen Marktanteil leicht ausbauen. Mit einem Stablecoin-Volumen von 13 Milliarden Dollar liegt Solana auf Platz drei hinter Ethereum und Tron.

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