Soho House-Aktie stürzt ab: Investor zieht 200 Mio. Dollar zurück
Die Aktie des Betreibers privater Mitgliederclubs Soho House & Co verlor am Donnerstag 14 Prozent. Grund ist der Rückzug eines Hauptinvestors aus der geplanten Privatisierungstransaktion.

Die Aktie von Soho House & Co (NYSE:SHCO) brach am Donnerstagmorgen um 14 Prozent ein, nachdem der Investor MCR Hospitality Fund IV seine Finanzierungszusage über 200 Millionen US-Dollar für die geplante Privatisierung zurückgezogen hatte. Der Rückschlag versetzt die im August 2024 angekündigte Übernahme in eine ungewisse Lage.
Investor kann Zusage nicht erfüllen
MCR Hospitality Fund IV teilte den Yucaipa Companies am 5. Januar mit, dass man die zugesagte Eigenkapitalinvestition nicht vollständig finanzieren könne. Die 200 Millionen Dollar sollten Teil der Finanzierung für die Privatisierung des britischen Club-Betreibers sein. Der vereinbarte Übernahmepreis liegt bei 9,00 Dollar je Aktie.
Gemäß der ursprünglichen Vereinbarung hatte sich MCR verpflichtet, Aktien im Wert von 200 Millionen Dollar an der eigens für die Übernahme gegründeten Tochtergesellschaft EH MergerSub Inc. zu erwerben. Diese Finanzierungslücke schafft nun erhebliche Unsicherheit über die Realisierbarkeit der Transaktion.
Aktionärsversammlung findet statt
Trotz der Finanzierungsprobleme hält Soho House an der für den 9. Januar angesetzten Aktionärsversammlung fest. Dort sollen die Anteilseigner über die Annahme des Fusionsvertrags abstimmen. Das Unternehmen erklärte, dass Yucaipa und der Sonderausschuss von Soho House bereits mit verbundenen Unternehmen von MCR und anderen potenziellen Investoren verhandeln, um die fehlenden 200 Millionen Dollar zu beschaffen.
Privatisierung weiterhin geplant
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Zur AktienanalyseDie Parteien bekundeten trotz des Rückschlags ihre Absicht, die Transaktion abzuschließen, sobald alle Bedingungen erfüllt sind. Die Fusionsstruktur sieht vor, dass Merger Sub mit Soho House fusioniert, wobei das Unternehmen als fortbestehende Gesellschaft weitergeführt wird. Der Ausgang der Bemühungen zur Schließung der Finanzierungslücke bleibt jedoch ungewiss.
Soho House betreibt weltweit exklusive Mitgliederclubs für Kreative und Unternehmer. Das Unternehmen ging 2021 an die Börse und kämpft seitdem mit der Profitabilität.


