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SoftBank-Aktie bricht um 13 Prozent ein – OpenAI-IPO wackelt

Ein NYT-Bericht über eine mögliche Verschiebung des OpenAI-Börsengangs auf 2027 schickt SoftBank-Aktien auf Talfahrt.

SoftBank-Aktie bricht um 13 Prozent ein – OpenAI-IPO wackelt

Die Aktien von SoftBank haben am Freitag einen massiven Kurseinbruch von 13 Prozent erlitten und fielen auf 6.200 Yen. Auslöser war ein Bericht der New York Times, der am späten Donnerstag (US-Zeit) veröffentlicht wurde und darauf hindeutete, dass OpenAI eine Verschiebung seines mit Spannung erwarteten Börsengangs von 2026 auf 2027 ernsthaft in Erwägung zieht. Der Ausverkauf traf SoftBank besonders hart, da das japanische Technologiekonglomerat mit rund 65 Milliarden US-Dollar einer der größten Investoren bei OpenAI ist.

Ursprünglich hatte sich OpenAI für ein Börsendebüt bereits im dritten oder vierten Quartal 2026 positioniert und bereits einen vertraulichen S-1-Antrag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht. CEO Sam Altman soll Berater sogar dazu gedrängt haben, eine Bewertung von einer Billion US-Dollar anzustreben – ein deutlicher Anstieg gegenüber der Bewertung der letzten privaten Finanzierungsrunde, die zwischen 730 und 852 Milliarden US-Dollar lag.

Marktvolatilität bremst ehrgeizige IPO-Pläne

Als Grund für die potenzielle Verzögerung werden die jüngste Volatilität bei Technologieaktien sowie die Sorge genannt, dass der Enthusiasmus der Privatanleger derzeit nicht ausreichen könnte, um eine derart ehrgeizige Bewertung zu stützen. Für ein Unternehmen, das eine Billion-Dollar-Bewertung anstrebt, ist das Marktumfeld entscheidend – und dieses zeigt sich aktuell wenig kooperativ.

SoftBank hatte die Finanzierungsrunde von OpenAI in Höhe von 122 Milliarden US-Dollar im März 2026 mit angeführt und damit sein Engagement bei dem KI-Unternehmen weiter ausgebaut. Die Abhängigkeit des japanischen Konzerns vom Erfolg und der Bewertung von OpenAI ist damit außerordentlich groß – eine Verschiebung des Börsengangs bedeutet für SoftBank eine deutlich längere Wartezeit auf die Realisierung dieser Investition.

Besonders pikant: Erst zwei Tage vor dem Kurseinbruch hatte SoftBank-Chef Masayoshi Son auf der jährlichen Hauptversammlung in Tokio die KI-Revolution in höchsten Tönen gelobt. Er erklärte, die KI-Revolution als Blase zu bezeichnen, sei „eine Beleidigung", und prognostizierte, dass künstliche Superintelligenz es einer einzelnen Person ermöglichen würde, die Produktivität von 1.000 Menschen zu erreichen. Die Nachricht über die mögliche IPO-Verschiebung stellt damit eine scharfe Kehrtwende des von ihm verfochtenen Narrativs einer kurzfristigen Monetarisierung dar.

Zusätzliche Sorgen um SoftBanks Verschuldung

Unabhängig von der IPO-Meldung sorgte ein weiterer Bericht für Unruhe: Demnach soll SoftBanks Versuch, ein Margin-Darlehen in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar unter Verwendung seiner OpenAI-Beteiligung als Sicherheit abzusichern, ins Stocken geraten sein. Dies weckt zusätzliche Bedenken hinsichtlich der finanziellen Verschuldung des Unternehmens mit Blick auf das Jahr 2027.

Der Ausverkauf der SoftBank-Aktien strahlte auf die breitere asiatische Technologielandschaft aus. Der Titel führte den Abwärtstrend im japanischen Leitindex Nikkei 225 an. Auch der breitere US-Aktienmarkt bot kaum Unterstützung: Der S&P 500 notierte nahezu unverändert, während der Nasdaq leicht nachgab. Anleger kämpfen weiterhin mit Sorgen über steigende Kosten für die KI-Infrastruktur und unsichere kurzfristige Umsatzprognosen für KI-fokussierte Unternehmen.

Für deutsche Anleger, die SoftBank als indirektes Investment in die KI-Welle betrachten, verdeutlicht der heutige Handelstag die erheblichen Klumpenrisiken, die mit einer so starken Konzentration auf einen einzigen, noch nicht börsennotierten Wert verbunden sind. Die Abhängigkeit von OpenAIs Börsenplänen macht SoftBank zu einem hochvolatilen Titel im aktuellen Marktumfeld.

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