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Snowflake-Aktie springt nach starken Q1-Zahlen dank KI-Wachstum

Snowflake überzeugt mit 33% Umsatzwachstum und hebt die Jahresprognose deutlich an – doch ist der Einstieg jetzt noch sinnvoll?

Snowflake-Aktie springt nach starken Q1-Zahlen dank KI-Wachstum

Die Aktie von Snowflake (SNOW) hat nach der Veröffentlichung starker Quartalsergebnisse kräftig zugelegt und notiert seit Jahresbeginn rund 14% im Plus. Das Cloud-Datenunternehmen profitiert zunehmend vom Boom rund um künstliche Intelligenz und widerlegt damit Zweifel, die den Kurs zuvor belastet hatten. Der Markt hatte Snowflake zeitweise als Verlierer im KI-Rennen eingestuft – die aktuellen Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Im ersten Quartal beschleunigte sich das Umsatzwachstum im Jahresvergleich auf 33% und erreichte 13,9 Milliarden Dollar. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Wachstum von 30% im vierten Quartal und 29% im dritten Quartal des Vorjahres. Der Produktumsatz kletterte ebenfalls um 33% auf 1,33 Milliarden Dollar. Besonders beeindruckend: Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) stieg um 63% auf 0,39 Dollar, nach 0,24 Dollar im Vorjahreszeitraum.

KI-Lösungen als Wachstumstreiber

Ein zentraler Faktor hinter dem Wachstum sind Snowflakes KI-Produkte. Mehr als 13.600 Kundenkonten nutzen mittlerweile die Lösungen Snowflake Intelligence und den Coding-Agenten Cortex Code. Diese KI-Anwendungen treiben nicht nur direkt den Umsatz an, sondern erhöhen auch die Nutzung der cloudbasierten Data-Warehousing-Kernplattform – denn für agentenbasierte KI (Agentic AI) werden saubere, strukturierte Daten benötigt, die Snowflake bereitstellen kann.

Zusätzlich gab das Unternehmen die Übernahme von Natoma bekannt. Damit will Snowflake die Governance und Sicherheit für agentenbasierte KI-Workflows weiter verbessern und seine Position in diesem wachsenden Marktsegment festigen.

Die Kundenbindung bleibt ebenfalls stark: Die Netto-Umsatzbindungsrate (Net Revenue Retention Rate) lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 126%. Ein Wert über 100% bedeutet, dass Bestandskunden im Schnitt mehr ausgeben als im Vorjahr – selbst unter Berücksichtigung von Kundenabwanderungen. Gleichzeitig wuchs die Kundenbasis im Jahresvergleich um 38%. Acht neue Kunden überschritten die Marke von 10 Millionen Dollar Jahresumsatz, womit sich deren Gesamtzahl auf 64 erhöht.

Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben

Auf Basis der starken Quartalsergebnisse hob Snowflake seine Jahresprognose spürbar an. Das Unternehmen erwartet nun einen Produktumsatz von 5,84 Milliarden Dollar für das laufende Geschäftsjahr, was einem Wachstum von 31% entspricht. Zuvor hatte die Prognose bei 5,66 Milliarden Dollar bzw. 27% Wachstum gelegen. Auch die bereinigte operative Marge soll mit 13,5% höher ausfallen als die ursprünglich geplanten 12,5%.

Für das zweite Quartal prognostiziert Snowflake einen Produktumsatz zwischen 1,415 und 1,420 Milliarden Dollar – ein Wachstum von rund 30%. Die bereinigte operative Marge soll dabei bei 12,5% liegen.

Bewertung bleibt eine Herausforderung

Trotz der operativen Stärke stellt sich für Anleger die Frage nach der Bewertung. Nach dem Kurssprung wird die Aktie auf Basis von Analystenschätzungen mit dem rund 14-fachen des erwarteten Kurs-Umsatz-Verhältnisses (KUV) für das laufende Geschäftsjahr gehandelt. Angesichts des starken Wachstums ist das nicht grundsätzlich übertrieben – allerdings sind die Bewertungsmultiplikatoren im Software-as-a-Service-Segment (SaaS) zuletzt insgesamt gesunken.

Snowflake ist operativ klar auf Kurs und positioniert sich als einer der Hauptprofiteure des KI-Trends. Dennoch sollten Anleger nach der starken Rallye die Bewertung sorgfältig abwägen, bevor sie in die Aktie einsteigen. Wer bereits investiert ist, hat guten Grund zur Zufriedenheit – für Neueinsteiger lohnt es sich, auf einen günstigeren Einstiegspunkt zu warten.

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