Snowflake-Aktie: Citi sieht Kursrückgang als übertrieben an
Analyst Tyler Radke bekräftigt Kaufempfehlung trotz 30-Prozent-Verlust nach Quartalszahlen

Die Aktie des Cloud-Datenanalyse-Unternehmens Snowflake (NYSE:SNOW) hat seit der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal mehr als 30 Prozent an Wert verloren. Citi-Analyst Tyler Radke hält diesen Abverkauf jedoch für überzogen und bestätigt seine Kaufempfehlung. Das Kursziel senkte er aufgrund der allgemeinen Bewertungskompression im Softwaresektor von 300 auf 270 US-Dollar.
Radke führt den Kursrückgang auf ein geringeres Übertreffen der Erwartungen sowie auf Sorgen über KI-Disruption im Softwaresektor zurück. Dennoch verfüge Snowflake über eines der robusteren, KI-sicheren verbrauchsbasierten Geschäftsmodelle am Markt. Die Überprüfungen während und nach dem Quartal seien stark ausgefallen.
Starke Nachfrage nach KI-Produkten
Die Marktanalysen von Citi zeigen eine anhaltende Stärke bei den Produkten Cortex und Snowflake Intelligence. Partner berichten, dass mittlerweile die meisten Kunden Cortex in gewissem Umfang nutzen – eine bedeutende Veränderung im Vergleich zu den letzten sechs Monaten. Der umfangreiche Deal über 200 Millionen US-Dollar mit Anthropic und OpenAI sowie die Zusammenarbeit mit Google Gemini unterstreichen die Kundennachfrage.
Nach der neuen KI-Offenlegung von 100 Millionen US-Dollar bewegt sich Cortex in Richtung einer bedeutenderen Monetarisierung. Snowflake Intelligence zeigt eine signifikante Investitionsrendite, wobei einige Kunden aus den Bereichen Finanzdienstleistungen und Einzelhandel einen um 20 bis 30 Prozent höheren Verbrauch verzeichnen. CEO Sridhar Ramaswamy erklärte kürzlich in einem Podcast, dass Intelligence mittlerweile mehr als 2.000 Kunden umfasst, verglichen mit über 1.200 zum Zeitpunkt der Telefonkonferenz zum dritten Quartal.
Positive Prognose für kommendes Quartal
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Zur AktienanalyseFür das kommende Quartal erwartet Radke ein Übertreffen der Erwartungen im Bereich von 3 bis 4 Prozent, trotz einer höheren sequenziellen Prognose und eines potenziell weniger günstigen Zeitpunkts der Feiertage. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert der Analyst einen Umsatzbericht im mittleren bis hohen 20-Prozent-Bereich.
Unterstützt wird diese Prognose durch eine wachsende KI-Pipeline und Stärke im Bereich Data Engineering, einschließlich der Beiträge aus der jüngsten Übernahme von Observe. Radke beließ seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 etwa 1 Prozent über dem Konsens und erwartet ein etwas besseres Übertreffen der Erwartungen sowie eine stärkere Prognose. Die sich beschleunigenden IT-Ausgaben im Finanzdienstleistungssektor könnten der Migrationsaktivität zusätzlichen Rückenwind verleihen.


