Snoop Dogg investiert in Cannabis-Startups
Rapper erwartet Marihuana-Legalisierung in Deutschland

Es ist kein Geheimnis, dass Snoop Dogg gerne kifft. Nun investiert er auch in die Substanz. Wie viele andere Investoren setzt der US-Rapper auf Cannabis für den Freizeitgebrauch. Damit reagiert er auch auf die Pläne der Ampel-Koalition, Cannabis in Deutschland zu legalisieren. Das zieht immer mehr Investoren an, die nur darauf warten, in Europas größter Volkswirtschaft tätig zu werden.
Snoop Dogg unterstützt unter anderem Casa Verde Capital, unter deren Leitung die in Frankfurt am Main ansässige Cansativa Group Mitte Februar 13,4 Millionen Euro aufgenommen hat. Die Firma ist aktuell der einzige deutsche Vertrieb von hierzulande angebautem Cannabis.
Zuvor hatte bereits die Sanity Group, ein auf medizinisches Cannabis spezialisiertes Berliner Start-up, in einer Finanzierungsrunde 3,1 Millionen Euro von Casa Verde erhalten. Insgesamt hat die Sanity Group mehr als 86 Millionen Euro gesammelt und ist damit auf dem Weg zu einer Rekordfinanzierung, was den Vergleich mit anderen europäischen Ländern betrifft.
Bereits die Legalisierung von medizinischem Cannabis im Jahr 2017 löste einen Start-up-Boom in Deutschland aus. Daraus gingen Gründungen wie Cantourage, Demecan, Cansativa und die Sanity Group hervor. Investoren blieben jedoch zögerlich, in diese Unternehmen einzusteigen. Zu unwahrscheinlich war die Legalisierung von Cannabis.
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Zur AktienanalyseBloomberg fasst zusammen: „Die Investoren setzen darauf, dass ein Schritt Deutschlands dazu beitragen würde, Marihuana auch in anderen Ländern zu entstigmatisieren und andere Länder zu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen.“ Die Bereitschaft von Ärzten, Marihuana für medizinische Zwecke zu verschreiben, habe Deutschland bereits zum größten europäischen Markt für medizinisches Cannabis gemacht. „Mitte 2021 stiegen die Versicherungserstattungen für medizinisches Cannabis im Vergleich zum Vorjahr um fast 9 Prozent und erreichten 17 Millionen Dollar [15,2 Millionen Euro, d. Red.].“


