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Snap startet Creator-Abonnements: Neue Einnahmequelle neben Werbegeschäft

Snapchat testet kostenpflichtige Fan-Abos für Content-Ersteller und diversifiziert damit sein Geschäftsmodell.

Snap startet Creator-Abonnements: Neue Einnahmequelle neben Werbegeschäft

Snap Inc. führt eine neue Abonnement-Funktion ein, mit der Creator auf Snapchat direkte Einnahmen von ihren Fans generieren können. Das kalifornische Social-Media-Unternehmen startet am Montag mit einem Test der "Creator Subscriptions" und setzt damit auf wiederkehrende Umsätze jenseits des traditionellen Werbegeschäfts.

Zunächst nehmen 15 ausgewählte Content-Ersteller an dem Pilotprogramm teil, darunter bekannte Namen wie David Dobrik, Catherine Paiz und Harry Jowsey. In der frühen Testphase sollen etwa zehn weitere Creator in den USA folgen, bevor die Funktion nach Kanada, Großbritannien und Frankreich expandiert.

Creator können ihre Abonnementpreise selbst zwischen 4,99 und 19,99 US-Dollar pro Monat festlegen. Nach Abzug der Plattformgebühren erhalten sie rund 60 Prozent der Einnahmen. Snap stellt den Teilnehmern Leistungsdaten zur Verfügung, um die Preisgestaltung zu optimieren.

Wachsender Druck zur Diversifizierung

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund moderaten Nutzerwachstums. Snap meldete zuletzt 474 Millionen täglich aktive Nutzer – ein Rückgang von drei Millionen gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig wuchsen die bestehenden Abo-Angebote Snapchat+ und Memories Storage Plans im Jahresvergleich um 71 Prozent auf 24 Millionen Nutzer.

Mit dem neuen Angebot betritt Snap einen hart umkämpften Markt. Plattformen wie Patreon, Substack und OnlyFans haben sich bereits auf kostenpflichtige Mitgliedschaften spezialisiert. Auch die großen Konkurrenten sind aktiv: YouTube bietet seit 2018 Kanal-Mitgliedschaften an, bei denen Creator 70 Prozent der Einnahmen erhalten. Facebook und Instagram von Meta ermöglichen Creator-Abos seit 2020 beziehungsweise 2022, wobei Meta aktuell 100 Prozent der Einnahmen nach Gebührenabzug weitergibt.

Eingeschränkte Verfügbarkeit zum Start

Die neue Funktion wird zunächst nur für iOS-Nutzer in berechtigten Ländern verfügbar sein. Android-User müssen vorerst außen vor bleiben – wann sich das ändert, ließ Snap offen. Bisher verdienen Creator auf Snapchat über Anzeigen in Stories und Spotlight sowie durch Markenkooperationen.

Snap sieht seinen Wettbewerbsvorteil in der Distribution und Entdeckung von Inhalten über die Spotlight-Funktion, die Nutzern Kurzvideos anderer User präsentiert. Mit den Creator Subscriptions will das Unternehmen planbarere Umsatzströme aufbauen und sich weniger abhängig vom schwankenden Werbegeschäft machen.

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