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Smackover Lithium erhält grünes Licht für Arkansas-Projekt

Das US-Energieministerium schließt NEPA-Prüfung ohne Auflagen ab – ein Meilenstein auf dem Weg zur Investitionsentscheidung 2026.

Smackover Lithium erhält grünes Licht für Arkansas-Projekt

Smackover Lithium, die gemeinsame Partnerschaft von Standard Lithium (TSXV/NYSE American: SLI) und dem norwegischen Energiekonzern Equinor, hat einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreicht. Das US-Energieministerium (DOE) hat seine Umweltprüfung nach dem National Environmental Policy Act (NEPA) für das South West Arkansas-Projekt (SWA-Projekt) abgeschlossen und dabei einen sogenannten „Finding of No Significant Impact" (FONSI) erteilt – also die Feststellung, dass keine erheblichen Umweltauswirkungen vorliegen.

Das DOE legte dem Projekt dabei keinerlei zusätzliche Minderungsmaßnahmen oder Auflagen auf. Dieser Ausgang spiegelt nach Angaben der Partnerschaft die detaillierten Projektpläne wider, die Umwelteingriffe minimieren sollen. Der FONSI sowie die abschließenden Dokumente zur Umweltverträglichkeitsprüfung sind auf der Website des DOE öffentlich einsehbar.

Wichtige Voraussetzung für 225-Millionen-Dollar-Zuschuss erfüllt

Der Abschluss des NEPA-Verfahrens ist von erheblicher finanzieller Bedeutung: Er war eine zentrale Voraussetzung für die Gewährung eines Zuschusses in Höhe von 225 Millionen US-Dollar durch das Office of Critical Minerals and Energy Innovation des DOE. Dieser Zuschuss zur Unterstützung der ersten Projektphase war bereits im Januar 2025 bewilligt worden – konnte jedoch erst nach erfolgreichem Abschluss der Umweltprüfung vollständig wirksam werden.

Das Projekt profitierte bei dem zügigen Prüfverfahren von seiner Einstufung als vorrangiges Projekt für kritische Mineralien im Rahmen des sogenannten Fast-41-Programms. Grundlage dafür ist die Executive Order 14241 mit dem Titel „Immediate Measures to Increase American Mineral Production", die auf eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für strategisch wichtige Rohstoffprojekte in den USA abzielt.

David Park, Chief Executive Officer von Standard Lithium, kommentierte den Meilenstein: „Der Abschluss des NEPA-Verfahrens mit grünem Licht für das weitere Vorgehen ist ein bedeutender Meilenstein für Smackover Lithium. Wir begrüßen das Engagement der Regierung für gestraffte, berechenbare Genehmigungsverfahren, die eine zeitnahe Entwicklung von Projekten ermöglichen, die für die nationale und wirtschaftliche Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung sind."

Auch Equinor zeigte sich erfreut über den Abschluss. Allison Kennedy Thurmond, VP für US Lithium bei Equinor, erklärte: „Wir freuen uns, das bundesstaatliche Umweltprüfverfahren abzuschließen und einen FONSI für das SWA-Projekt zu erhalten, nachdem wir mehr als ein Jahr lang Stakeholder-Dialoge, detaillierte Feldarbeiten und Umwelt-Basisstudien durchgeführt haben."

Investitionsentscheidung für 2026 geplant

Mit dem erfolgreichen Abschluss des NEPA-Verfahrens werden laut Partnerschaft keine weiteren Prüfungen oder Genehmigungen der US-Bundesregierung erwartet, um eine endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für das Projekt treffen zu können. Smackover Lithium treibt derzeit wichtige Bauverträge (EPCC/EPCM), Abnahmeverträge mit Kunden sowie Projektfinanzierungs-Workstreams voran – allesamt Voraussetzungen für die FID.

Die Partnerschaft plant, die endgültige Investitionsentscheidung im Jahr 2026 zu treffen und anschließend mit dem Bau zu beginnen. Die erste kommerzielle Produktion ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Hintergrund: Direktextraktion von Lithium aus Sole

Smackover Lithium wurde im Mai 2024 gegründet und entwickelt mehrere Projekte zur direkten Lithiumextraktion (Direct Lithium Extraction, DLE) im Südwesten von Arkansas und in Osttexas. Standard Lithium hält dabei eine Mehrheitsbeteiligung von 55 Prozent, Equinor die verbleibenden 45 Prozent. Die Betriebsführung liegt bei Standard Lithium.

Das SWA-Projekt befindet sich in der sogenannten Smackover-Formation, einer geologischen Schicht, die als erstklassige Lithium-Sole-Ressource gilt und sich schwerpunktmäßig in Arkansas und Texas erstreckt. Die DLE-Technologie gilt als besonders umweltschonende Methode zur Lithiumgewinnung, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Verdunstungsverfahren deutlich weniger Wasser und Fläche benötigt.

Für deutsche Anleger ist das Projekt im Kontext der globalen Energiewende und der wachsenden Nachfrage nach Batterierohstoffen relevant. Lithium ist ein Schlüsselrohstoff für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektrofahrzeugen und stationären Energiespeichern eingesetzt werden. Standard Lithium ist sowohl an der TSX Venture Exchange als auch an der NYSE American unter dem Kürzel „SLI" gelistet.

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