SLB übertrifft Erwartungen mit 4-Milliarden-Dollar-Aktienrückkauf
Der Ölfelddienstleister SLB hat die Gewinnerwartungen im vierten Quartal übertroffen und kündigt ein massives Aktienrückkaufprogramm an. Die ChampionX-Übernahme und Venezuela-Hoffnungen treiben die Aktie.

Der weltweit führende Ölfelddienstleister SLB hat am Freitag mit seinen Quartalszahlen positiv überrascht. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn von 78 Cent je Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von 74 Cent deutlich. Gleichzeitig kündigte SLB an, im Jahr 2026 insgesamt 4 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückzuführen.
ChampionX-Übernahme als Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die im Juli 2025 abgeschlossene Übernahme von ChampionX für 7,75 Milliarden US-Dollar. Die rein aktienbasierte Transaktion erweiterte das Portfolio von SLB um Produktionschemikalien und Technologien für künstliche Hebeanlagen. Im vierten Quartal steuerte ChampionX bereits 879 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz und 206 Millionen US-Dollar zum bereinigten Kerngewinn bei. Besonders in Nordamerika half die Akquisition, die Umsätze trotz regionaler Abschwächung um rund 26 Prozent zu steigern.
Erhöhte Dividende und Aktienrückkäufe
SLB erhöhte seine vierteljährliche Dividende um 3,5 Prozent und plant, die gesamten Aktionärsrenditen durch Dividenden und Rückkäufe auf über 4 Milliarden US-Dollar zu steigern. Diese Strategie spiegelt einen Branchentrend wider: Ölfelddienstleister setzen verstärkt auf Fusionen und Übernahmen, um operative Herausforderungen zu bewältigen, während Kunden ihre Ausgaben für neue Bohrlöcher reduzieren und Investorenrenditen priorisieren.
Venezuela-Hoffnungen beflügeln Aktie
Die SLB-Aktie legte im vorbörslichen Handel leicht zu und hat seit der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am 3. Januar bereits 23 Prozent zugelegt. Investoren spekulieren darauf, dass SLB stark vom Wiederaufbau des maroden venezolanischen Ölsektors profitieren wird. Der Stifel-Analyst Stephen Gengaro sieht SLB und den Konkurrenten Halliburton als am besten positioniert für Investitionen in Venezuela an.
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Zur AktienanalyseBranche bereitet sich auf Venezuela vor
Halliburton-CEO Jeff Miller bestätigte diese Woche, dass sein Unternehmen in Venezuela relativ schnell hochskalieren könne. Halliburton arbeite aktiv daran, die erforderlichen Lizenzen von den USA zu erhalten, um im Land tätig werden zu können. Die Aussicht auf einen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie könnte der gesamten Branche neue Wachstumsimpulse verleihen.


