Skechers geht für Milliarden an 3G Capital
Finanzinvestor plant Börsenrückzug und hält bereits 60 Prozent der Anteile

Die US-amerikanische Sportschuhmarke Skechers wird für 9,4 Milliarden Dollar vom Finanzinvestor 3G Capital übernommen. Das Angebot umfasst einen Preis von 63 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von 28 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs entspricht. Bereits zum Wochenbeginn konnte sich 3G Capital nach Unternehmensangaben rund 60 Prozent der Anteile sichern. Der Investor plant, das Unternehmen langfristig von der Börse zu nehmen. Die Führung um CEO Robert Greenberg soll auch nach der Übernahme im Amt bleiben.
Die Skechers-Aktie reagierte unmittelbar auf das Übernahmeangebot und stieg zum Handelsbeginn um 25 Prozent auf 61,75 Dollar. Skechers zählt mittlerweile zu den größten Unternehmen der Branche und befindet sich im Wettbewerb mit Puma um den dritten Platz hinter Nike und Adidas. In den vergangenen zehn Jahren konnte das Unternehmen seinen Umsatz auf neun Milliarden Dollar verdreifachen.
Die aktuelle Übernahme fällt in eine wirtschaftlich angespannte Zeit für die Sportartikelbranche. Wie viele andere Hersteller produziert auch Skechers einen Großteil seiner Schuhe in Asien. Die Ankündigung von Importzöllen durch den früheren US-Präsidenten Donald Trump stellt daher ein wirtschaftliches Risiko für das Unternehmen dar. In der Vorwoche hatte Skechers seine Jahresprognose zurückgezogen und auf die Auswirkungen der Handelspolitik verwiesen, die sich negativ auf das Konsumverhalten auswirke.
3G Capital strebt an, am Ende mehr als 80 Prozent der Skechers-Aktien zu kontrollieren. Den Anteilseignern werden zwei Optionen angeboten: Entweder sie erhalten 63 Dollar in bar je Aktie oder sie entscheiden sich für 57 Dollar plus einen Anteilsschein an der künftigen, nicht börsennotierten Holdinggesellschaft. Diese Struktur soll es dem Investor ermöglichen, das Unternehmen ohne öffentliche Marktverpflichtungen weiterzuentwickeln.
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Zur Aktienanalyse3G Capital ist für frühere Beteiligungen an bekannten US-Marken bekannt. Das Unternehmen trat unter anderem als Großaktionär bei Kraft Heinz auf, wo es eine Fusion mit dem europäischen Konkurrenten Unilever anstrebte. Diese Transaktion kam letztlich nicht zustande. Ebenfalls war 3G Capital zeitweise an der Restaurantkette Burger King beteiligt.


