SK Hynix transferiert ADR-Milliarden nach Südkorea – Won profitiert
Der südkoreanische Chiphersteller plant, bis Mitte Juli einen Teil der gigantischen ADR-Emissionserlöse in Won umzutauschen.

SK Hynix plant, bis etwa zum 15. Juli US-Dollar nach Südkorea zu transferieren und einen Teil der durch die Emission von American Depositary Receipts (ADR) aufgenommenen Mittel in südkoreanische Won umzutauschen. Dies berichtete Reuters am Dienstag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Die Einzahlung der Mittel ist konkret für den 15. Juli geplant, was laut Reuters rund um diesen Termin zu Transaktionen am Kassamarkt führen könnte.
Zunächst wird voraussichtlich nur ein geringer Teil des Gesamtbetrags hinterlegt. Die restlichen Mittel werden dem Bericht zufolge wahrscheinlich im Laufe des Juli und August über Devisentermingeschäfte sowie Kassatransaktionen schrittweise in den Markt fließen. Devisentermingeschäfte sind dabei Vereinbarungen, Währungen zu einem festgelegten Kurs an einem zukünftigen Datum zu tauschen – ein gängiges Instrument zur Absicherung von Wechselkursrisiken.
Rekord-Kapitalerhöhung für den KI-Boom
SK Hynix startete am Montag einen Aktienverkauf in den USA, um 43 Billionen Won – umgerechnet rund 28,07 Milliarden US-Dollar – zu erlösen. Dies markiert eine der weltweit größten Neuemissionen von Aktien überhaupt. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, vom globalen Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) zu profitieren, für den leistungsstarke Speicherchips eine zentrale Rolle spielen.
Die ADRs – also amerikanische Hinterlegungsscheine, die es US-Investoren ermöglichen, ausländische Aktien in Dollar zu handeln – werden in US-Dollar bepreist. SK Hynix erklärte jedoch, zumindest einen Teil des aufgenommenen Kapitals für den Bau zweier neuer Fabriken in Südkorea sowie für den Kauf von Ausrüstung zur Chipherstellung zu verwenden. Das Geld muss dafür in die Heimatwährung Won umgetauscht werden.
Mögliche Stützung des schwachen Won
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Zur AktienanalyseDieser Schritt könnte dem südkoreanischen Won eine gewisse Unterstützung bieten. Die Währung notiert derzeit nahe einem 17-Jahres-Tief gegenüber dem US-Dollar – ein Niveau, das zuletzt während der globalen Finanzkrise erreicht wurde. Der Zufluss von Milliarden-Dollar-Beträgen in den koreanischen Devisenmarkt könnte die Nachfrage nach Won kurzfristig erhöhen und so Druck auf den Wechselkurs nehmen.
Für deutsche Anleger ist SK Hynix vor allem als wichtiger Zulieferer im globalen Halbleitermarkt relevant. Das Unternehmen gehört neben Samsung und Micron zu den führenden Herstellern von DRAM- und NAND-Speicherchips, die in Rechenzentren, Smartphones und KI-Systemen weltweit verbaut werden. Die massive Kapitalerhöhung unterstreicht den enormen Investitionsbedarf, den der KI-getriebene Ausbau der Halbleiterkapazitäten weltweit mit sich bringt.


