SK Hynix plant Nasdaq-Debüt mit bis zu 29,4 Milliarden Dollar
Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix bereitet seinen US-Börsengang vor und erwägt eine Bankgebühr von 0,5 Prozent der Erlöse.

SK Hynix, der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips, erwägt laut einem Bloomberg-News-Bericht vom Samstag, rund 0,5 Prozent der Erlöse aus seinem geplanten US-Börsengang an die beteiligten Banken zu zahlen. Die Informationen stammen aus Kreisen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Das Unternehmen selbst lehnte eine Stellungnahme gegenüber Reuters ab.
Der südkoreanische Konzern hat signalisiert, bis zu 2,5 Prozent seiner ausstehenden Aktien im Rahmen des Angebots auszugeben. Der endgültige Umfang des Angebots steht jedoch noch nicht fest. Zusätzlich zur Basis-Emissionsgebühr könnten laut dem Bericht diskretionäre Sonderprämien an die beteiligten Banken gezahlt werden.
Zeitplan für das Nasdaq-Debüt
Das ADR-Bookbuilding-Verfahren soll am 6. Juli beginnen. Der endgültige Angebotspreis wird für den 9. Juli erwartet, bevor SK Hynix am darauffolgenden Tag sein offizielles Debüt an der Nasdaq feiern soll. ADRs – sogenannte American Depositary Receipts – sind Zertifikate, die es US-Investoren ermöglichen, Aktien ausländischer Unternehmen an amerikanischen Börsen zu handeln, ohne direkt an ausländischen Märkten aktiv sein zu müssen.
Den Deal begleiten einige der renommiertesten Investmentbanken der Welt: Goldman Sachs, JPMorgan, Citigroup und Bank of America leiten den Aktienverkauf gemeinsam. Alle vier Institute reagierten außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht auf eine Reuters-Anfrage für eine Stellungnahme.
Einer der größten Börsengänge weltweit
Im vergangenen Monat hatte SK Hynix bekanntgegeben, durch den US-Börsengang bis zu 29,4 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Damit würde es sich um einen der größten Börsengänge der Welt handeln. Das Unternehmen ist als Zulieferer von Nvidia bekannt und möchte gezielt vom starken Anlegerinteresse an Künstlicher Intelligenz profitieren.
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Zur AktienanalyseSK Hynix spielt im globalen KI-Ökosystem eine zentrale Rolle: Das Unternehmen produziert Hochleistungs-Speicherchips, die in KI-Beschleunigern wie den GPUs von Nvidia zum Einsatz kommen. Die Nachfrage nach solchen Chips ist im Zuge des KI-Booms stark gestiegen, was SK Hynix zu einem der gefragtesten Zulieferer der Branche gemacht hat.
Für deutsche Privatanleger ist der geplante Börsengang von besonderem Interesse, da SK Hynix durch ein ADR-Listing an der Nasdaq auch für internationale Investoren leichter zugänglich wird. Der Ausgang des Bookbuilding-Verfahrens und der finale Angebotspreis am 9. Juli dürften zeigen, wie stark das Anlegerinteresse tatsächlich ist.


