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SK Hynix feiert Nasdaq-Debüt mit 13% Kursgewinn

Der südkoreanische Speicherchip-Riese überzeugt US-Anleger – Chairman betont gegenüber CNBC die enorme KI-getriebene Nachfrage.

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SK Hynix feiert Nasdaq-Debüt mit 13% Kursgewinn

SK Hynix hat seinen ersten Handelstag an der Nasdaq mit einem beeindruckenden Kursplus von 13% abgeschlossen. Die Aktie schloss bei 168,01 US-Dollar, nachdem sie bei 170 US-Dollar eröffnet hatte und im Verlauf des Freitagshandels leicht nachgab. US-Anleger nutzten die Gelegenheit, sich eine Beteiligung am zweitwertvollsten Unternehmen Südkoreas zu sichern.

Das Papier wird zunächst unter dem Tickersymbol SKHYV gehandelt und soll ab Dienstag auf das kürzere Kürzel SKHY umgestellt werden. Die American Depositary Receipts (ADRs) – also US-handelbare Zertifikate auf ausländische Aktien – wurden zu einem Ausgabepreis von 149 US-Dollar bepreist. Damit erlöste SK Hynix insgesamt 26,5 Milliarden US-Dollar, die für aggressive Expansionspläne vorgesehen sind, darunter Investitionen in neue Fabriken und Produktionsanlagen.

KI-Boom macht Speicherchips zum Wachstumsmarkt

SK Hynix ist in Südkorea bei der Marktkapitalisierung nur hinter dem Branchenriesen Samsung angesiedelt. Wie sein größerer Rivale produziert das Unternehmen Computerspeicher, die in Smartphones und PCs zur kurzfristigen Datenspeicherung eingesetzt werden. Zu den prominenten Kunden zählen Technologiegiganten wie Nvidia und Apple.

Speicherchips führten jahrzehntelang ein Schattendasein in der Halbleiterwelt. Der Boom der künstlichen Intelligenz hat diesen Markt jedoch grundlegend verändert und in einen massiven Wachstumsbereich verwandelt. Die Bewertung von SK Hynix ist im vergangenen Jahr um mehr als das Siebenfache gestiegen, da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu einer Knappheit bei Computerspeichern geführt und die Preise deutlich in die Höhe getrieben hat.

Besonders gefragt ist sogenannter High Bandwidth Memory (HBM) – Hochleistungsspeicher, der in KI-Chips von Nvidia, dem derzeit wertvollsten Unternehmen der Welt, zum Einsatz kommt. Im Vergleich zu herkömmlichem RAM für Smartphones oder Laptops wird HBM in einem komplexen Verfahren durch das Stapeln vieler Schichten konventioneller Speicherchips hergestellt. SK Hynix gilt als führender Anbieter in diesem Segment.

Chairman: „Kunden wollen immer noch mehr"

Chairman Tae-won erklärte gegenüber CNBC, dass bei seinen Treffen mit Kunden und Partnern jeder mehr Chips erwarte. Selbst als SK Hynix ankündigte, die Kapazität innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln, hätten die Kunden entgegnet, dass sie immer noch mehr benötigten. Die Nachfrage sei enorm.

Tae-won zeigte sich zudem zuversichtlich, dass sich die Nachfrage nach Speichern im Vergleich zu früheren Boom-Bust-Zyklen dauerhaft verändert habe. Diese Einschätzung ist bedeutsam, denn Wetten auf Speicher-Booms haben sich in der Vergangenheit als riskant erwiesen. Große technologische Umbrüche – vom Dotcom-Hype über das Smartphone-Wachstum bis zum Cloud-Übergang – lösten stets eine enorme Nachfrage aus, die oft in Überangebot und anschließendem Preisverfall mündete.

Milliarden-Investitionen in USA und Südkorea

Die geplante Expansion von SK Hynix ist gewaltig. Ein Teil der HBM-Produktion wird künftig in den USA verarbeitet: Das Unternehmen hat ein vier Milliarden US-Dollar teures Werk für fortschrittliches Chip-Packaging im US-Bundesstaat Indiana angekündigt. Der Großteil der Expansion wird jedoch in Südkorea stattfinden, darunter ein Cluster von Chipfabriken in Yongin mit einem geplanten Investitionsvolumen von 390 Milliarden US-Dollar.

Das Börsendebüt von SK Hynix erfolgt etwa einen Monat nach dem Börsengang von Elon Musks SpaceX, dem laut Berichten größten jemals verzeichneten Initial Public Offering (IPO). Für deutsche Privatanleger ist SK Hynix damit nun auch über die Nasdaq deutlich leichter zugänglich als bisher über die koreanische Heimatbörse.

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