SK Hynix-Berater kassieren 260 Millionen Dollar Honorare
Globale Investmentbanken verdienten beim Mega-Aktienverkauf von SK Hynix prozentual mehr als beim Rekord-IPO von SpaceX.

Die Berater des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix haben beim jüngsten Mega-Aktienverkauf des Unternehmens Gebühren in Höhe von fast 260 Millionen Dollar eingenommen. Das geht aus Unterlagen von SK Hynix hervor. Die Gebühren entsprechen rund 0,97 Prozent des insgesamt aufgenommenen Kapitals – ein vergleichsweise attraktiver Satz für die beteiligten Banken.
SK Hynix nahm durch den Verkauf seiner US-Aktien insgesamt rund 26,5 Milliarden Dollar ein. Der Preis für die Hinterlegungsscheine (Depository Receipts) wurde auf 149 Dollar pro Stück festgelegt, was einem Aufschlag von 2,7 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Aktienkurs in Seoul der letzten drei Tage entspricht. Das US-Listing zählt damit zu den größten Kapitalmarkttransaktionen der jüngeren Geschichte.
Citigroup als größter Gewinner
Die Citigroup verdiente bei dem Geschäft mehr als 70 Millionen Dollar – rund 20 Prozent mehr als andere an der Transaktion beteiligte Banken. Das berichtete eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die anonym bleiben wollte, da es sich um vertrauliche Informationen handelt. Die Citigroup fungierte bei dem Deal als Joint Global Coordinator und Depotbank, lehnte jedoch eine offizielle Stellungnahme zu den erzielten Gebühren ab.
Auch Bank of America, Goldman Sachs und JPMorgan waren als Global Coordinators an der Transaktion beteiligt. Alle drei Institute äußerten sich auf Anfrage nicht zu den erzielten Honoraren. JPMorgan lehnte einen Kommentar ausdrücklich ab, während Bank of America und Goldman Sachs auf Anfragen nicht reagierten.
Vergleich mit SpaceX-IPO zeigt Unterschied bei Gebührensätzen
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich mit dem Börsengang von SpaceX, der im vergangenen Monat stattfand und mit einem Emissionsvolumen von 75 Milliarden Dollar den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 übertraf. Beim SpaceX-IPO verdienten die beteiligten Banken zwar in absoluten Zahlen mehr – rund 500 Millionen Dollar –, der prozentuale Anteil am Transaktionsvolumen lag jedoch mit 0,67 Prozent deutlich unter dem der SK Hynix-Transaktion.
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Zur AktienanalyseDas bedeutet: Obwohl SpaceX in absoluten Zahlen den größten Börsengang der Geschichte darstellte, verdienten die Banker von SK Hynix gemessen am Transaktionsvolumen spürbar mehr. Dies verdeutlicht, dass die Gebührenstruktur bei Kapitalmarkttransaktionen stark von der Verhandlungsmacht der Emittenten abhängt. Megakonzerne wie SpaceX können aufgrund ihres Renommees und der enormen Transaktionsgröße günstigere Konditionen aushandeln.
SK Hynix ist einer der weltweit führenden Hersteller von Speicherchips und profitiert stark von der wachsenden Nachfrage nach Hochleistungsspeichern, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Das US-Listing des Unternehmens stieß auf erhebliches Investoreninteresse und unterstreicht die strategische Bedeutung des Halbleitersektors für globale Kapitalmärkte. Für deutsche Privatanleger ist die Transaktion ein weiteres Zeichen dafür, dass asiatische Technologiekonzerne zunehmend den Zugang zu US-Kapitalmärkten suchen.


