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SK Hynix an der Nasdaq: Warum ASML die bessere Halbleiter-Aktie ist

SK Hynix startet an der Nasdaq mit 241,5 % Jahresplus – doch ASML bleibt für langfristige KI-Anleger die überzeugendere Wahl.

SK Hynix an der Nasdaq: Warum ASML die bessere Halbleiter-Aktie ist

Der südkoreanische Speicherchip-Riese SK Hynix hat am 10. Juli seinen Aktienverkauf in den USA gestartet und notiert seitdem an der Nasdaq. Mit einem Kursplus von 241,5 % seit Jahresbeginn (Stand: 9. Juli) gehört das Unternehmen zu den stärksten Halbleiter-Titeln weltweit. Wäre SK Hynix im S&P 500 vertreten, würde es auf Platz vier der besten Jahresperformer landen – noch vor Western Digital und knapp hinter dem Konkurrenten Micron Technology.

SK Hynix ist ein sogenannter Full-Stack-Anbieter für KI-Speicher. Das Unternehmen produziert High Bandwidth Memory (HBM) und DRAM-Chips, die als Arbeitsspeicher für die Verarbeitung massiver KI-Trainings- und Inferenz-Datensätze dienen, sowie NAND-Flash-Speicher für die langfristige Datenspeicherung. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem – ein Umstand, der SK Hynix zu einer Bewertung von einer Billion US-Dollar geführt hat und einen mehrjährigen Wachstumspfad verspricht.

Da SK Hynix ein südkoreanisches Unternehmen ist, scheidet eine Aufnahme in den S&P 500 aus – ähnlich wie beim taiwanesischen Chipriesen Taiwan Semiconductor Manufacturing. Eine baldige Aufnahme in den Nasdaq-100 gilt jedoch als wahrscheinlich. Als Vergleich dient SpaceX: Das Unternehmen ging am 12. Juni an die Börse und wurde bereits am 7. Juli in den Nasdaq-100 aufgenommen. Der Nasdaq-100 umfasst die 100 nach Marktkapitalisierung größten Nicht-Finanzunternehmen an der Nasdaq.

ASML spielt in einer eigenen Liga

Trotz des beeindruckenden Starts von SK Hynix sehen Analysten in ASML die langfristig überzeugendere Wahl für KI-Anleger. Das niederländische Unternehmen ist das wertvollste Unternehmen Europas und gehört zu den 15 größten Positionen im Nasdaq-100. ASML entwirft oder fertigt keine Chips selbst, sondern produziert die hochspezialisierten Maschinen, die für den Lithografieschritt im Halbleiterfertigungsprozess benötigt werden.

ASML hält ein faktisches Monopol auf EUV-Maschinen (Extreme Ultraviolet Lithografie). Diese Geräte erzeugen eine Wellenlänge von nur 13,5 Nanometern – verglichen mit rund 193 Nanometern bei herkömmlichen DUV-Maschinen (Deep Ultraviolet). Die kürzere Wellenlänge erlaubt es Chipherstellern, kleinere und dichtere Strukturen auf Mikrochips zu drucken, was für die Produktion moderner KI-Chips unerlässlich ist. Kein anderes Unternehmen weltweit ist in der Lage, ASML in der EUV-Lithografie ernsthaft herauszufordern.

Die Stärke des ASML-Geschäftsmodells liegt in seiner Universalität: Die Lithografiemaschinen werden für die Herstellung aller Arten von KI-Chips benötigt – darunter Grafikprozessoren (GPUs), Zentraleinheiten (CPUs), maßgeschneiderte KI-Chips wie die Tensor Processing Units von Alphabet sowie HBM-, DRAM- und NAND-Speicherchips, wie sie SK Hynix produziert. Ob Logik- oder Speicherchips boomen: ASML profitiert in jedem Fall.

Elon Musk gibt ASML grünes Licht

Im vergangenen Monat sprach Elon Musk mit ASML-CEO Christophe Fouquet über das geplante Joint Venture „Terafab" zwischen Tesla, SpaceX und der zu SpaceX gehörenden xAI. Terafab soll die größte Chipproduktionsstätte der Welt werden und KI-Chips für die orbitalen Rechenzentren von SpaceX produzieren. Da Terafab KI-Chip-Workloads verarbeiten würde, wäre es auf die fortschrittlichsten Maschinen von ASML angewiesen. Musk signalisierte dem Unternehmen damit im Wesentlichen, die Produktion zu beschleunigen, da in Zukunft große Aufträge folgen könnten.

Die wachsende Bedeutung des Speichersegments zeigt sich auch in ASMLs Quartalszahlen: Im ersten Quartal 2026 stieg der Anteil des Speichersektors an den Nettosystemumsätzen auf 51 % – gegenüber 42 % im ersten Quartal 2025. Der Logikbereich sank im gleichen Zeitraum von 58 % auf 49 %. ASML hat damit bereits von der unersättlichen Nachfrage nach KI-Rechenleistung profitiert und partizipiert nun zusätzlich am Boom bei Speicherchips.

ASML ist den Aufpreis wert

Die Aktie ist im vergangenen Jahr um 125 % gestiegen und wird mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 49,5 gehandelt. Zum Vergleich: Applied Materials kommt auf ein KGV von 49,2, Lam Research auf 43,5. Die Premium-Bewertung spiegelt die einzigartige Marktstellung wider, erfordert aber auch entsprechendes Gewinnwachstum, um weitere Kursanstiege zu rechtfertigen.

Für Anleger ergibt sich damit ein klares Bild: Ein Kauf von SK Hynix ist eine gezielte Wette darauf, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot weiterhin übersteigt und das Unternehmen sich im harten Wettbewerb behauptet. Ein Investment in ASML hingegen bietet eine breitere Möglichkeit, auf das gesamte Wachstum bei KI-Chips zu setzen – unabhängig davon, welcher Hersteller oder welche Chip-Kategorie die Nase vorn hat. Für Anleger mit einem langfristigen Zeithorizont von mindestens fünf Jahren gilt ASML daher als die wohl überzeugendere Halbleiter-Aktie im Nasdaq-100.

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