SK Hynix: Aktienverkauf über 28 Milliarden Dollar siebenfach überzeichnet
Das enorme Anlegerinteresse am südkoreanischen Chiphersteller unterstreicht die Bedeutung von SK Hynix in der globalen KI-Lieferkette.

Die Nachfrage nach dem Aktienverkauf von SK Hynix im Wert von 28 Milliarden US-Dollar war mehr als siebenmal höher als das verfügbare Angebot. Das berichtete eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die anonym bleiben wollte, da die Details des Verkaufs vertraulich sind. Die Emission unterstreicht das enorme Interesse der Anleger an einem der zentralen Unternehmen in der globalen KI-Lieferkette.
Mit dem Erlös aus dem Aktienverkauf plant der südkoreanische Chiphersteller den Bau neuer Fabriken und Anlagen, um die sprunghaft steigende Nachfrage nach KI-Chips zu bedienen. Die Transaktion wird voraussichtlich der weltweit zweitgrößte Aktienverkauf werden – übertroffen nur vom rekordverdächtigen Börsengang von SpaceX in Höhe von 85,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Monat. SK Hynix selbst lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab.
Die Konsortialbanken teilten Anlegern mit, dass die Preisgestaltung voraussichtlich nach Handelsschluss an der südkoreanischen Börse am Donnerstag bekannt gegeben wird. Die Zuteilungen sollen anschließend nach US-amerikanischer Zeit abgeschlossen werden. Details zur Überzeichnung hatte Bloomberg bereits am Donnerstag gemeldet.
SK Hynix im Zentrum des KI-Goldrausches
Die Aktien von SK Hynix reagierten positiv auf die Nachrichten und stiegen im Vormittagshandel um 6 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein beeindruckendes Plus von 680 Prozent – trotz eines Rückgangs von rund einem Viertel in den vergangenen zwei Wochen. Damit gehört SK Hynix zu den stärksten Performern im globalen Halbleitersektor.
Das Unternehmen hat sich zum führenden Lieferanten von sogenannten High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für den US-Chiphersteller Nvidia entwickelt. Diese Chips sind essenziell für den Betrieb von KI-Rechenzentren weltweit. Der Aufstieg ist das Ergebnis von 14 Jahren strategischer Investitionen, die dem Unternehmen anfangs Skepsis und Kritik einbrachten, es letztendlich aber ins Zentrum des globalen KI-Booms rückten.
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Zur AktienanalyseHalbleiterbranche zwischen Dynamikverlust und Rekordgewinnen
Obwohl Halbleiteraktien weltweit in den vergangenen Wochen an Schwung verloren haben, verzeichnen Unternehmen wie SK Hynix und der südkoreanische Konkurrent Samsung Electronics historische Zuwächse. Treiber ist die unersättliche Nachfrage nach Computerchips für KI-Rechenzentren, die die Unternehmensgewinne in die Höhe schnellen lässt. Für deutsche Anleger verdeutlicht der Fall SK Hynix, wie stark die KI-Infrastruktur die globalen Kapitalmärkte bewegt und welche Bewertungsdimensionen in diesem Segment inzwischen erreicht werden.


