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Singapur verpflichtet Apple und Google

Neue Vorgaben sollen Spoofing staatlicher Behörden auf Messaging-Diensten verhindern

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Singapur verpflichtet Apple und Google

Singapurs Polizei hat Apple und Google angewiesen, auf ihren Messaging-Diensten technische Maßnahmen zu ergreifen, um die Imitation staatlicher Stellen zu unterbinden. Die Anordnung basiert auf dem Online Criminal Harms Act und wurde erlassen, nachdem die Behörden vermehrt Betrugsfälle auf iMessage und Google Messages festgestellt hatten. In mehreren Fällen hatten sich Täter als lokale Institutionen ausgegeben, darunter der nationale Postdienst SingPost, um persönliche Daten oder Zahlungen zu erschleichen.

Während staatliche Einrichtungen in Singapur bereits in einem nationalen SMS-Register hinterlegt sind, wodurch nur autorisierte Stellen Nachrichten unter dem Absendernamen „gov.sg“ versenden können, gilt dieser Schutz bislang nicht für internetbasierte Messaging-Dienste. Nach Angaben der Polizei führt dies dazu, dass viele Nutzer Nachrichten auf iMessage und Google Messages als legitim wahrnehmen, da sie in der gleichen Ansicht wie SMS erscheinen und optisch kaum voneinander zu unterscheiden sind.

Mit der neuen Anordnung müssen Apple und Google sicherstellen, dass Konten und Gruppenchats keine Bezeichnungen verwenden können, die staatliche Stellen wie „gov.sg“ oder andere Behörden des Landes vortäuschen. Darüber hinaus sollen entsprechende Nachrichten gefiltert werden, um deren Zustellung zu verhindern. Die Maßnahme soll die Gefahr verringern, dass Nutzer auf täuschend echte gefälschte Mitteilungen hereinfallen, die im Stil offizieller Kommunikationskanäle verfasst sind.

Das Innenministerium teilte mit, beide Unternehmen hätten zugesagt, die Vorgaben umzusetzen. Gleichzeitig rief es die Bevölkerung dazu auf, ihre mobilen Anwendungen zu aktualisieren, um die neuesten Sicherheitsfunktionen nutzen zu können. Die Behörden sehen die Kooperation mit den großen Technologiekonzernen als wesentlichen Schritt, um digitale Betrugsmaschen einzudämmen, die sich zunehmend auf Plattformen verlagern, die nicht unter die bestehende SMS-Regulierung fallen.

Die Anordnung reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen Singapur die digitale Sicherheit der Bevölkerung stärken will. Bereits im September hatte die Regierung angekündigt, Meta mit Sanktionen zu belegen, falls der Konzern keine zusätzlichen Schutzmechanismen gegen Identitätsmissbrauch auf Facebook einführt. Dazu könnten auch biometrische Verfahren gehören, um die Echtheit von Nutzerkonten besser zu überprüfen. Die Behörden betonen, dass angesichts der steigenden Zahl von Betrugsversuchen das Zusammenspiel von Regulierung, technischer Abschirmung und Nutzeraufklärung immer wichtiger wird.

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