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Silberpreis erreicht höchsten Stand seit 2012

Anleger setzen verstärkt auf das Metall – ETFs und Marktdaten treiben die Rally an

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Silberpreis erreicht höchsten Stand seit 2012

Der Silberpreis ist auf das höchste Niveau seit über einem Jahrzehnt gestiegen. In der vergangenen Woche verzeichnete das Edelmetall einen deutlichen Anstieg und näherte sich zeitweise der Marke von 36,18 US-Dollar je Unze. Damit war Silber so teuer wie zuletzt Ende Februar 2012. Der Wochenschluss lag bei rund 36 Dollar. Bereits am Donnerstag war der Preis um 3,3 Prozent gestiegen, am Freitag kamen weitere 1,5 Prozent hinzu.

Der jüngste Anstieg wird vor allem auf zwei Faktoren zurückgeführt: charttechnische Impulse und die anhaltende Suche nach sicheren Anlagen. Letzteres hatte in den vergangenen Monaten bereits Gold auf immer neue Rekordstände getrieben. In Krisenzeiten gelten Edelmetalle traditionell als sichere Häfen, da sie nicht mit Gegenpartei-Risiken verbunden sind – im Gegensatz zu vielen anderen Anlageformen.

Auch Silber rückt nun verstärkt in den Fokus der Investoren. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern spielt neben der technischen Dynamik eine Verbesserung fundamentaler Daten eine Rolle. Zudem wachse das allgemeine Interesse der Anleger am weißen Metall. Während Gold in den vergangenen zwölf Monaten eine Preissteigerung von 42 Prozent verzeichnete, kam Silber bislang nur auf ein Plus von rund 22 Prozent. In der vergangenen Woche allein legte es jedoch fast zehn Prozent zu.

Händler berichten, dass Silber im Vergleich zu Gold zuletzt unterbewertet war und nun nachzieht. Dies ziehe Momentum-Investoren an, die auf kurzfristige Kursgewinne setzen und zwischen den Edelmetallen umschichten. Auch die Entwicklung auf dem ETF-Markt deutet auf zunehmendes Anlegerinteresse hin: Die Bestände der Silber-ETFs stiegen Mitte der Woche um 2,2 Millionen Unzen.

Gleichzeitig spielt auch die geldpolitische Großwetterlage eine Rolle. Mehrere Zentralbanken hatten zuletzt verstärkt Gold gekauft, was dem Preis Auftrieb gab. Der Silberpreis profitiert von dieser allgemeinen Edelmetall-Rally. Allerdings ist auch zu beobachten, dass Anleger vermehrt Silber als Alternative wählen, wenn sich Gold vorübergehend schwächer entwickelt.

Ein weiterer Einflussfaktor sind makroökonomische Daten aus den USA. Die Arbeitsmarktzahlen für Mai zeigten weniger neue Stellen als im April, doch die Arbeitslosenquote blieb stabil – ein Signal, das besser ausfiel als erwartet. Diese Entwicklung bremste zuletzt den Goldpreis, der am Freitag um 0,8 Prozent fiel und bei 3.322 Dollar je Feinunze aus dem Handel ging. Der starke Dollar erschwert Käufern außerhalb der USA den Zugang zum Edelmetall und dämpft zusätzlich die Nachfrage.

SilberInvestitionenEdelmetalle

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