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Silberpreis-Crash: Minus 31 Prozent an einem einzigen Handelstag

Dramatischer Einbruch von 114 auf 78 Dollar – größter Tagesverlust seit fast fünf Jahrzehnten

Silberpreis-Crash: Minus 31 Prozent an einem einzigen Handelstag

Der Silbermarkt erlebte am Freitag einen historischen Absturz. Die Februar-Futures stürzten von über 114 US-Dollar pro Feinunze am Donnerstag auf nur noch 78,29 Dollar – ein Minus von 35,75 Dollar oder rund 31 Prozent. Dieser Tagesverlust entspricht in etwa dem gesamten Silberpreis, der noch im Juni für eine Unze fällig wurde.

Ein solch dramatischer Einbruch wurde zuletzt vor 46 Jahren beobachtet. Es ist der zweitschlechteste Handelstag seit Beginn der Aufzeichnungen für das Edelmetall. Die Volatilität markiert das abrupte Ende einer beispiellosen Rallye, die Anleger weltweit in ihren Bann gezogen hatte.

Zuvor hatte Silber eine kometenhafte Entwicklung hingelegt. Im Oktober durchbrach der Preis ein 45 Jahre altes Rekordhoch und verdoppelte sich anschließend von diesem bereits hohen Niveau aus noch einmal. Diese spektakuläre Performance lockte zunehmend Privatanleger an, die auf weitere Kursgewinne spekulierten.

Rekordvolumen durch Privatanleger-Ansturm

Die CME Group, Betreiberin der weltweit größten Rohstoffbörse, verzeichnete in dieser Woche Rekordhandelsvolumen bei Edelmetall-Futures. Neben Silber stiegen auch die Umsätze bei Gold, Platin und Palladium massiv an. Laut CME Group war der Ansturm von Privatanlegern der Haupttreiber dieser außergewöhnlichen Handelsaktivität.

Der plötzliche Kurseinbruch dürfte vor allem jene Anleger hart getroffen haben, die in den vergangenen Wochen auf dem Höhepunkt der Rallye eingestiegen sind. Viele Marktteilnehmer hatten mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends gerechnet und wurden vom Tempo der Korrektur überrascht.

Für deutsche Anleger zeigt der Silber-Crash einmal mehr die Risiken hochvolatiler Rohstoffinvestitionen. Experten raten zu einer breiten Diversifikation und warnen vor übermäßigem Engagement in einzelnen Edelmetallen, insbesondere bei gehebelt gehandelten Futures-Kontrakten.

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