ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Silberpreis bricht um 2% ein – Minenaktien unter Druck

Edelmetalle geben im vorbörslichen Handel deutlich nach, während Anleger auf Wirtschaftsdaten warten.

Silberpreis bricht um 2% ein – Minenaktien unter Druck

Silber und Gold verzeichneten am Dienstag im frühen vorbörslichen Handel deutliche Verluste. Der Silber-Spotpreis fiel um 2% auf rund 74,85 US-Dollar je Unze, während Silber-Futures sogar um 4% auf 74,70 US-Dollar nachgaben. Die Anleger warteten in der feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche auf verzögerte Wirtschaftsdaten, während geopolitische Impulse weitgehend ausblieben.

Besonders stark traf es die Aktien von Silberminenbetreibern. Hecla Mining, Eigentümer der Green Creek Mine in Alaska – einer der weltweit größten Silberminen – verlor vorbörslich 3%. Endeavour Silver gab um 3,5% nach, First Majestic Silver sank um fast 4%. Coeur Mining büßte 3,4% ein, während Teck Resources und Silvercorp Metals jeweils rund 3% verloren. Wheaton Precious Metals notierte über 2% im Minus.

Auch bei den Silber-ETFs zeigten sich deutliche Verluste. Der ProShares Ultra Silver brach vorbörslich um 7% ein, während der iShares Silver Trust und ABRDN Physical Silver laut FactSet-Daten jeweils etwas mehr als 3% nachgaben. Gold entwickelte sich parallel schwach: Der Spotpreis sank um über 1% auf 4.931 US-Dollar je Unze, Gold-Futures verloren fast 2% und notierten bei 4.952 US-Dollar.

Analysten sehen Potenzial trotz Rückgang

Trotz der erneut aufflammenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sehen Analysten der Deutschen Bank Chancen. In einer am Dienstag veröffentlichten Notiz erklärten sie, dass Silber nach den morgendlichen Kursverlusten "7 US-Dollar unter seinem real bereinigten Preis von 1790" gehandelt werde. Dies deutet auf eine mögliche Unterbewertung des Edelmetalls hin.

Die Edelmetallpreise waren Ende Januar stark eingebrochen, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh für den Vorsitz der Federal Reserve nominiert hatte. Diese Nachricht führte zu einem stärkeren US-Dollar, was typischerweise auf Dollar lautende Rohstoffe belastet. Silber-Futures stürzten damals um 30% ab – der schlechteste Tag seit März 1980. Der Ausverkauf erwies sich jedoch als kurzlebig, da sich Gold und Silber Anfang Februar wieder erholten.

Milliarden-Deal im Silbersektor

Parallel zu den Kursverlusten sorgte eine bedeutende Transaktion für Aufmerksamkeit. Der australische Bergbaukonzern BHP schloss ein umfangreiches Silbergeschäft mit Wheaton Precious Metals ab. Im Rahmen einer langfristigen Silber-Streaming-Vereinbarung erhält BHP eine Vorauszahlung von 4,3 Milliarden US-Dollar im Austausch für die Lieferung von Silber aus seiner Antamina-Mine. Solche Streaming-Deals sind in der Bergbauindustrie üblich und verschaffen den Produzenten sofortige Liquidität.

Für deutsche Anleger, die in Edelmetalle oder Minenaktien investiert sind, bleibt die Entwicklung des US-Dollars ein entscheidender Faktor. Ein stärkerer Dollar macht auf Dollar lautende Rohstoffe für Käufer mit anderen Währungen teurer und dämpft tendenziell die Nachfrage.

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