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Silberminenunternehmen Sinda fällt nach 213-Millionen-Dollar-IPO an NYSE

Das mexikanische Silberbergbauunternehmen Sinda verlor am ersten Handelstag an der New Yorker Börse rund zehn Prozent.

Silberminenunternehmen Sinda fällt nach 213-Millionen-Dollar-IPO an NYSE

Das Silberbergbauunternehmen Sinda hat seinen Börsenstart an der New York Stock Exchange (NYSE) mit einem deutlichen Kursrückgang erlebt. Die Aktie eröffnete am Freitag bei 10,80 US-Dollar pro Stück – und damit rund 10 Prozent unter dem Emissionspreis von 12 US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen im Rahmen seines Börsengangs (IPO) insgesamt 213 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Sinda verkaufte im Zuge des IPOs 17,75 Millionen Aktien. Die Vermarktungsspanne lag zwischen 11,25 und 13,25 US-Dollar je Aktie. Der endgültige Emissionspreis von 12 US-Dollar positionierte sich damit unterhalb der Mitte dieser Spanne – ein Signal, das Marktbeobachter aufhorchen ließ.

Selektives IPO-Fenster für Bergbauunternehmen

Lukas Muehlbauer, Research Associate beim Finanzdienstleister IPOX, ordnete die verhaltene Preisfestsetzung kritisch ein. Die Platzierung unterhalb der Spannenmitte „könnte ein Zeichen dafür sein, dass das IPO-Fenster für Bergbauunternehmen nur selektiv geöffnet ist und dass Unternehmen vor der Produktionsphase keinen Freifahrtschein erhalten, da ihr Wert davon abhängt, ob sie über mehrere Jahre hinweg Ergebnisse liefern können", so Muehlbauer. Gleichzeitig betonte er das spezifische Risikoprofil des Unternehmens: „Das Unternehmen weist ein High-Risk-High-Reward-Profil auf, da der Standort und die erfahrene Unterstützung zwar attraktiv sind, aber die Unsicherheit, die mit Bergbauunternehmen in der Explorationsphase einhergeht, nicht beseitigen."

Sinda ist kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten haben immer mehr Bergbauunternehmen die Kapitalmärkte genutzt, um von den hohen Metallpreisen zu profitieren und ihre kapitalintensiven Aktivitäten zu finanzieren. Der Silberpreis hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen – sowohl als Industriemetall als auch als Wertanlage.

Explorationsunternehmen mit ambitionierten Zielen

Sinda wurde 2012 unter dem Namen Minera Adularia Exploración gegründet und hat seinen Sitz in San Miguel de Allende, Mexiko. Das Unternehmen befindet sich noch in der Explorationsphase und ist im mexikanischen Bundesstaat Guanajuato aktiv – einer Region, die als Silbergürtel bekannt ist. Mexiko gilt weltweit als größtes Silberförderland und bietet damit einen strategisch bedeutsamen Standort für das Flaggschiff-Projekt des Unternehmens, das sogenannte Sinda-Grundstück.

Die Silber-Gold-Lagerstätte des Unternehmens wurde unter einer Tonschicht entdeckt, die sie über Generationen vor Explorern verborgen hatte. Das teilte der exekutive Vorsitzende von Sinda, Daniel Muñiz Quintanilla, in einer Erklärung am Freitag mit. Das Unternehmen selbst sieht in dem großen primären Silbervorkommen das Potenzial, ein weltweit bedeutender Bergbaubetrieb zu werden. Den Produktionsstart des Projekts strebt Sinda für das Jahr 2031 an.

Prominente Investoren im Hintergrund

Hinter Sinda steht die Investmentgesellschaft Electrum Group des bekannten Metallinvestors Thomas Kaplan. Kaplan, ein in Oxford ausgebildeter Historiker und heutiger Rohstoffexperte, verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Rohstoffsektor. Die Beteiligung eines so erfahrenen Investors verleiht dem Unternehmen trotz seines frühen Entwicklungsstadiums eine gewisse Glaubwürdigkeit – konnte den schwachen Börsenstart jedoch nicht verhindern.

Für deutsche Privatanleger verdeutlicht der Fall Sinda ein grundlegendes Prinzip des Rohstoffsektors: Explorationsunternehmen bieten zwar erhebliches Aufwärtspotenzial, sind aber mit entsprechend hohen Risiken verbunden. Bis zur geplanten Produktion im Jahr 2031 liegt noch ein langer Weg vor dem Unternehmen – und die Märkte scheinen diesen Umstand bereits einzupreisen.

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