Silberbergbauer Sinda startet IPO-Roadshow mit Milliardenbewertung
Das Silberbergbauunternehmen Sinda strebt beim US-Börsengang eine Bewertung von bis zu 1,97 Milliarden Dollar an.

Das Silberbergbauunternehmen Sinda hat am Montag offiziell die Roadshow für seinen geplanten Börsengang an der New York Stock Exchange gestartet. Das Unternehmen peilt dabei eine Bewertung von bis zu 1,97 Milliarden US-Dollar an und reiht sich damit in eine Reihe hochkarätiger Börsendebütanten ein, die den Sommer 2025 prägen.
Konkret plant Sinda, 17,75 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 11,25 und 13,25 US-Dollar je Stück anzubieten. Bei vollständiger Platzierung würde das Unternehmen damit bis zu 235,2 Millionen US-Dollar einnehmen. Nach Abschluss des Börsengangs sollen die Aktien unter dem Tickersymbol „SIND" an der New York Stock Exchange gehandelt werden. Als Konsortialführer fungieren die Investmentbanken Morgan Stanley, Scotiabank und BMO Capital Markets.
Günstiges Marktumfeld für Börsengänge
Sinda ist nicht das einzige Unternehmen, das derzeit den Schritt an die Börse wagt. Ebenfalls am Montag starteten das von Uber unterstützte Unternehmen Lime sowie die von Oaktree finanzierte digitale Infrastrukturfirma ITG ihre jeweiligen Börsengänge. Die Zahl der Neuemissionen hat in diesem Jahr insgesamt an Fahrt gewonnen, da lebhafte Aktienmärkte und eine verbesserte Anlegerstimmung ein günstigeres Umfeld für Börsendebütanten schaffen.
Bergbauunternehmen profitieren dabei zusätzlich von den zuletzt hohen Rohstoffpreisen. Der Silberpreis ist im vergangenen Jahr gestiegen, da Anleger die Sicherheit von Edelmetallen suchten. Gleichzeitig stützte die starke Nachfrage von Herstellern von Solarmodulen und Elektronik die industrielle Nutzung des Metalls.
Sinda: Explorationsprojekt in Mexiko mit globalem Potenzial
Sinda ist ein im Explorationsstadium befindliches Unternehmen, das sich auf die Erschließung des Sinda-Grundstücks in Guanajuato, Mexiko, konzentriert. Bei dem Projekt handelt es sich nach Unternehmensangaben um ein großes primäres Silbervorkommen mit dem Potenzial, ein weltweit bedeutender Bergbaubetrieb zu werden.
Im Börsenprospekt unterstreicht das Unternehmen die Seltenheit solcher Vorkommen: „Große primäre Silbervorkommen wie das Sinda-Grundstück sind selten; im Jahr 2025 stammten nur etwa 26% des weltweit geförderten Silbers aus primären Silberminen." Dieser Umstand dürfte das Projekt für Investoren besonders attraktiv machen, da primäre Silberminen – im Gegensatz zu Minen, bei denen Silber als Nebenprodukt anfällt – direkt von steigenden Silberpreisen profitieren.
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Zur AktienanalyseElectrum Group und Thomas Kaplan im Hintergrund
Hinter Sinda steht die Electrum Group, eine auf Rohstoffe spezialisierte Investmentgesellschaft. Geleitet wird Sinda von Gründer und Chairman Thomas Kaplan, einem profilierten Investor im Bereich Edelmetalle und Rohstoffwerte. Die Unterstützung durch einen erfahrenen Branchenkenner wie Kaplan dürfte das Vertrauen institutioneller Investoren in das noch junge Unternehmen stärken.
Für deutsche Privatanleger ist der Börsengang von Sinda ein weiteres Zeichen dafür, dass der Rohstoffsektor – und insbesondere Silber – wieder verstärkt in den Fokus der Kapitalmärkte rückt. Angesichts der Energiewende und des wachsenden Bedarfs an Silber für Photovoltaikanlagen bleibt das Metall ein strategisch bedeutsamer Rohstoff mit langfristiger Nachfrageperspektive.


