Silber und Minenwerte steigen – Dollar schwächelt wegen Iran-Hoffnungen
Silber legt um 3,8 % auf 81,41 Dollar zu – Minenwerte profitieren von schwächerem Dollar und geopolitischer Entspannung.

Der Silberpreis hat am Freitag deutlich zugelegt und zieht dabei die Aktien zahlreicher Silberminenbetreiber mit nach oben. Der Spot-Preis des Edelmetalls notierte zuletzt um 3,8 % höher bei 81,41 US-Dollar pro Unze. Zwei Faktoren treiben die Rallye an: ein schwächerer US-Dollar sowie positive Signale aus dem Iran.
Der iranische Außenminister äußerte sich dahingehend, dass die Durchfahrt durch die Straße von Hormus während des Waffenstillstands offen bleibe. Diese strategisch bedeutende Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und ist eine der wichtigsten Öl- und Rohstoff-Transitrouten der Welt. Entspannungssignale aus der Region stärken das Vertrauen der Märkte und belasten gleichzeitig den US-Dollar als sicheren Hafen.
Minenwerte legen kräftig zu
Im vorbörslichen Handel in den USA profitierten die Aktien der Bergbauunternehmen spürbar von der Silberpreis-Bewegung. Hecla Mining (NYSE: HL) stieg um rund 4 %, während Coeur Mining (NYSE: CDE) ein Plus von etwa 3,6 % verzeichnete. Beide Unternehmen gehören zu den bedeutenden US-amerikanischen Silberproduzenten.
Auch kanadische Minenbetreiber, die an US-Börsen gelistet sind, legten zu. Endeavour Silver (NYSE: EXK / TSX: EDR) gewann 3,7 %, Silvercorp Metals (NYSE: SVM / TSX: SVM) legte um rund 2 % zu. Die Kursgewinne spiegeln die enge Korrelation zwischen dem Silberpreis und den Aktien der Förderer wider – steigende Rohstoffpreise verbessern direkt die Gewinnmargen der Produzenten.
Silber-ETFs ebenfalls gefragt
Anleger, die nicht direkt in Einzelaktien investieren möchten, konnten auch über börsengehandelte Fonds von der Bewegung profitieren. Der Abrdn Physical Silver Shares ETF (ARCA: SIVR) sowie der iShares Silver Trust (ARCA: SLV) – zwei der bekanntesten Silber-ETFs weltweit – gewannen beide jeweils 3,4 % hinzu.
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Zur AktienanalyseSilber gilt als Hybrid-Asset: Es wird sowohl als Edelmetall und Wertaufbewahrungsmittel nachgefragt als auch industriell eingesetzt, etwa in der Elektronik, Solarenergie und Medizintechnik. Diese doppelte Nachfragebasis macht den Silbermarkt besonders sensibel gegenüber makroökonomischen Entwicklungen wie Währungsbewegungen und geopolitischen Ereignissen.
Für deutsche Privatanleger ist zu beachten, dass Silber in US-Dollar gehandelt wird. Wechselkursbewegungen zwischen Euro und Dollar können die tatsächliche Rendite in Euro daher zusätzlich beeinflussen. Ein schwächerer Dollar – wie aktuell zu beobachten – dämpft für europäische Anleger einen Teil der Preisgewinne beim Edelmetall.


