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Silber-Hype: Privatanleger investieren Rekordsummen

Privatanleger stürzen sich mit Rekordvolumen auf Silber. Am Montag flossen 171 Millionen Dollar in den größten Silber-ETF – doppelt so viel wie beim Silver Squeeze 2021.

Silber-Hype: Privatanleger investieren Rekordsummen

Privatanleger haben eine neue Obsession: Silber. Das Edelmetall hat sich zum heißesten Trade entwickelt und übertrifft selbst die beliebten Tech-Aktien wie Nvidia. Am Montag investierten Kleinanleger netto rund 171 Millionen Dollar in den iShares Silver Trust (SLV), den größten Silber-ETF. Dies markiert den höchsten eintägigen Zufluss in der Geschichte des Fonds.

Silber übertrifft Tech-Giganten

Die Zahlen sind beeindruckend: Der Zufluss war fast doppelt so hoch wie beim legendären "Silver Squeeze" von 2021. Der iShares Silver Trust legte am Montag um fast 6 Prozent zu. Seit Jahresbeginn 2026 beträgt die Rallye bereits über 52 Prozent, nachdem das Edelmetall 2025 bereits um 145 Prozent zulegte. Letzte Woche durchbrach Silber erstmals die Marke von 100 Dollar pro Unze.

"Silber hat Technologiewerte übertroffen und ist zum Epizentrum der Privatanleger-Euphorie geworden", erklärt Viraj Patel von VandaTrack. Die Handelsdynamik von Silber liegt beim 11,55-fachen des normalen Niveaus – deutlich höher als die 7,54-fache Dynamik von Nvidia. Selbst der KI-Profiteur, der die Wall Street seit Ende 2022 in seinen Bann zieht, muss sich dem Silber-Boom geschlagen geben.

Bergbauaktien profitieren vom Hype

Das gestiegene Interesse an Silber zeigt einen "Halo-Effekt" bei Bergbauaktien. Die Zuflüsse bei Hecla Mining und Coeur Mining haben sich mehr als verdoppelt. Beide Aktien schossen seit Jahresbeginn um mindestens 40 Prozent in die Höhe. Das einst als "Gold des armen Mannes" bekannte Metall hat sich zu einem Magneten für Anlegergelder entwickelt.

Wetten auf beide Richtungen

Interessanterweise führen Anleger bei Silber einen "Zwei-Fronten-Krieg". Während massive Summen in Long-Positionen fließen, verzeichnet der ProShares UltraShort Silver (ZSL) ebenfalls ungewöhnlich hohe Zuflüsse. Viele Privatanleger setzen also gleichzeitig auf steigende und fallende Kurse – eine gehebelte Wette auf extreme Volatilität.

Struktureller Wandel statt kurzfristiger Spekulation

Laut VandaTrack-Analyst Patel positionieren sich Privatanleger nicht mehr nur für einen kurzfristigen Squeeze. Stattdessen erfolge eine "strukturelle Neupositionierung" für einen längeren Sachwerte-Zyklus. Tom Sosnoff, Gründer von LossDog, vergleicht die Silber-Bewegung mit einem "Meme-Aktien-Trade": "Die Preisentwicklung der letzten Wochen entspricht dem, was normalerweise über mehrere Jahre passiert."

"Gold und Silber sind absolut die Meme-Rohstoffe des Jahres 2026", sagte Sosnoff bei CNBC. Die extreme Volatilität und das explodierende Handelsvolumen erinnern stark an die Meme-Aktien-Rallyes der Vergangenheit. Für deutsche Anleger bedeutet dies: Der Silbermarkt ist derzeit hochspekulativ und mit erheblichen Risiken verbunden.

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