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Silber erholt sich von Tiefstständen – Marke von 90 Dollar im Fokus

Schwächerer US-Dollar stützt Edelmetall nach Rückgang auf 67 Dollar je Unze.

Silber erholt sich von Tiefstständen – Marke von 90 Dollar im Fokus

Die Silberpreise haben sich nach einem deutlichen Rückgang wieder stabilisiert. Ende vergangener Woche waren die Notierungen für Silber-Futures auf neue Tiefststände um 67 Dollar je Unze gefallen, bevor eine Erholung einsetzte. Ein schwächerer US-Dollar sorgte für Rückenwind bei den Edelmetallen.

Der Greenback geriet unter Druck, nachdem Spekulationen aufkamen, dass chinesische Banken ihre Käufe von US-Staatsanleihen reduzieren könnten. Wenn der Dollar schwächelt, gewinnen alternative Anlagen wie Gold und Silber typischerweise an Attraktivität. Gold kletterte wieder über die Marke von 5.000 Dollar je Unze, während auch Silber von der Dollar-Schwäche profitierte.

Anleger richten ihren Blick nun auf wichtige US-Konjunkturdaten. Besonders die anstehenden Inflationszahlen und Arbeitsmarktberichte dürften die Preisrichtung in den kommenden Tagen maßgeblich bestimmen. Auch die Entwicklung des US-Dollar-Index bleibt entscheidend – dieser könnte unter die Marke von 95 Punkten fallen und damit die Silberpreise weiter stützen.

Geopolitische Spannungen im Fokus

Neben den Wirtschaftsdaten beobachten Marktteilnehmer die geopolitische Lage genau. Ein Schlüsselereignis ist der erwartete Besuch von Donald Trump in China, der inoffiziellen Berichten zufolge Anfang April stattfinden könnte. Zu den Hauptthemen dürften Taiwan, die Ukraine und der Iran gehören.

Die Spannungen in diesen Regionen haben seit Jahresbeginn zugenommen. Sollte das Treffen eine Entspannung zwischen Washington und Peking signalisieren, könnte sich die Risikobereitschaft der Anleger verbessern. Bei einem konfrontativen Ton würden sich Investoren hingegen verstärkt sicheren Häfen wie Edelmetallen zuwenden.

Jede deutliche Eskalation der geopolitischen Spannungen würde höhere Edelmetallpreise wahrscheinlich unterstützen. Die jüngsten Entwicklungen – von der Zusammenziehung von US-Seestreitkräften nahe dem Iran bis zu Warnungen im Zusammenhang mit dem US-Anleihenmarkt – könnten als Positionierung vor den Verhandlungen interpretiert werden.

Technische Marken entscheidend

Aus technischer Sicht hat sich das Bild kurzfristig aufgehellt. Nach der Erholung von den Tiefstständen bei 67 Dollar hat der kurzfristige Trend nach oben gedreht. Das nächste wichtige Niveau liegt bei etwa 90 Dollar je Unze – dieser Bereich fungierte zuvor als starker Widerstand und war Ausgangspunkt für den jüngsten Ausverkauf.

Sollte Silber diese Zone erneut erreichen, könnte erneut Verkaufsdruck entstehen. Ein deutlicher Ausbruch über die Spanne von 90 bis 91 Dollar würde hingegen den Weg zum nächsten Widerstandsbereich ebnen, der knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar liegt.

Auf der Unterseite gilt das Niveau von 80 Dollar als kurzfristige Unterstützung. Hält sich Silber über dieser Marke, könnte dies signalisieren, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Ein Rückfall unter 80 Dollar würde die aktuelle Erholung jedoch unter Druck setzen und das bärische Szenario einer Fortsetzung des Abwärtstrends bestätigen.

Nach einer starken Rallye Ende Januar und Anfang Februar konnten die Käufer die Dynamik nicht aufrechterhalten. Seitdem haben Verkäufer mehr als die Hälfte der vorangegangenen Gewinne zunichtegemacht. Neben den technischen Faktoren bleibt auch das strukturelle Defizit am Silbermarkt ein wichtiger Preistreiber.

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