Sika mit Umsatzrückgang und Stellenabbau
Schweizer Bauchemiekonzern reagiert mit Effizienzprogramm und strukturellen Anpassungen

Der Schweizer Bauchemiehersteller Sika hat für die ersten neun Monate des laufenden Jahres einen Umsatzrückgang gemeldet und kündigt zugleich umfangreiche strukturelle Anpassungen an. Das Unternehmen reagiert damit auf anhaltende Schwächen in mehreren Märkten, insbesondere in China, sowie auf den starken Schweizer Franken, der die Auslandsergebnisse belastet hat. Im Zuge der geplanten Neuausrichtung sollen weltweit bis zu 1.500 Stellen abgebaut werden.
Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten 2025 um 3,8 % auf 8,58 Milliarden Schweizer Franken und blieb damit unter den Erwartungen der Analysten, die mit rund 8,63 Milliarden Franken gerechnet hatten. In Lokalwährungen stieg der Umsatz dagegen leicht um 1,1 %, was die negativen Währungseffekte verdeutlicht. Laut Sika-Chef Thomas Hasler bleibt das Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin in der Lage, Marktanteile zu gewinnen und in ausgewählten Regionen zu wachsen.
Sika rechnet im laufenden Jahr mit einmaligen Kosten in Höhe von 80 bis 100 Millionen Franken, die mit den geplanten Strukturmaßnahmen in schwachen Märkten wie China verbunden sind. Darüber hinaus sollen 120 bis 150 Millionen Franken in ein umfassendes Investitions- und Effizienzprogramm fließen. Ziel ist es, ab dem Jahr 2028 jährliche Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Franken zu erzielen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 3,3 % auf 1,64 Milliarden Franken und verfehlte damit leicht die Prognosen von 1,65 Milliarden Franken. Sika betonte, dass das Unternehmen von den jüngsten US-Handelszöllen nicht betroffen sei. Der US-Markt bleibt mit einem Anteil von 27 % am Gesamtumsatz weiterhin der wichtigste Einzelmarkt. Dort betreibt Sika 50 Produktionsstätten mit rund 4.000 Beschäftigten und fertigt sämtliche Produkte lokal.
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Zur AktienanalyseIm Bausektor, der als Indikator für die allgemeine Branchenentwicklung gilt, stiegen die Umsätze in Lokalwährungen um 1,2 %, während die Erlöse im industriellen Fertigungsbereich um 1,1 % zulegten. Insgesamt hat Sika im laufenden Jahr fünf Übernahmen abgeschlossen und sein mittelfristiges Wachstumsziel auf 3 bis 6 % in Lokalwährungen angepasst. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin ein moderates Umsatzplus sowie eine EBITDA-Marge von rund 19 % nach Sondereffekten. Ohne diese Kosten soll die Marge zwischen 19,5 und 19,8 % liegen.


