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Signa Sports Insolvenz beschädigt Verbrauchervertrauen

Intersport plant 100 neue Läden zur Vertrauensbildung

Signa Sports Insolvenz beschädigt Verbrauchervertrauen

Die Insolvenz von Signa Sports United, einem Unternehmen von René Benko, hat weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Sportartikelbranche. Alexander von Preen, CEO von Intersport Deutschland und Präsident des deutschen Handelsverbands (HDE), sieht darin eine Beschädigung des Vertrauens in den Handel. Die Nachrichten über Insolvenzen verschärfen die bereits angespannte Konsumstimmung und fördern das Misstrauen gegenüber Onlinehändlern.

Intersport, als genossenschaftlicher Handelsverbund organisiert, plant, die Gelegenheit zu nutzen und seine Marktposition auszubauen. In Deutschland sollen in den nächsten Jahren 100 neue Geschäfte eröffnet werden, unterstützt durch das eigene Existenzgründungsprogramm „Selbstständig mit Intersport“. Die Gruppe verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Wachstum über die geplanten fünf Prozent hinaus, angetrieben durch die Nachfrage in den Bereichen Outdoor, Teamsport und modischer Sportstyle. Insgesamt sind rund 1700 Geschäfte genossenschaftlich im Intersport-Verbund organisiert.

Die Pleite von Benkos Sportsparte, zu der auch Online-Tochterfirmen wie Tennis-Point oder Fahrrad.de gehören, hat auch zahlreiche stationäre Geschäfte betroffen. Intersport sieht in der aktuellen Situation jedoch auch Chancen zur Expansion, da viele kleinere Geschäfte keinen Nachfolger finden und schließen müssen. Zudem hat Intersport durch den Verkauf eigener Geschäfte, wie beispielsweise der Sportfachhändler Voswinkel, Räume für neue Investitionen und Expansion geschaffen.

Der Wettbewerb im deutschen Sportartikelfachhandel bleibt jedoch intensiv. Mit Konkurrenten wie Sport2000 und dem französischen Sportdiscounter Decathlon, die beide aggressive Wachstumspläne verfolgen, ist der Druck hoch. Ein weiteres branchenweites Problem sind die hohen Lagerbestände, resultierend aus der Pandemie. Die Nachfrage nach Sportartikeln war hoch, aber aufgrund unterbrochener Lieferketten teilweise nicht bedienbar. Hersteller und Händler haben daraufhin ihre Produktion und Bestellungen erhöht, was in einem schwierigen Konsumumfeld mit hoher Inflation und Wirtschaftsschwäche zu einem Überangebot führte.

Trotz dieser Herausforderungen haben Unternehmen wie Puma und Adidas ihre Lagerbestände erfolgreich reduziert. Intersport hat ebenfalls Fortschritte gemacht, was den Rabattdruck verringert hat. Die Branche steht jedoch vor der Herausforderung, die Lagerbestände weiterhin effizient zu managen und gleichzeitig auf die veränderten Marktbedingungen zu reagieren.

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