Signa Development in der Krise
Die Insolvenz der Tochtergesellschaften und die Hoffnung auf eine erfolgreiche Sanierung

Am vergangenen Freitag wurde erneut ein schwerwiegender Rückschlag für die österreichische Signa-Gruppe verzeichnet, als die Tochterfirma Signa Development Selection AG Insolvenz in Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien beantragte. Dieser Schritt erfolgte, wie bereits zuvor angekündigt, und die Verbindlichkeiten des Unternehmens werden auf beeindruckende 1,16 Milliarden Euro geschätzt. Diese jüngste Insolvenz trifft das Imperium von René Benko, einem der einflussreichsten Immobilienentwickler Europas, erneut schwer.
Signa Development ist vor allem für Projekte außerhalb der Premium-Innenstadtlagen bekannt, wie beispielsweise den Bürokomplex "Up" in Berlin. Insgesamt umfasst ihr Portfolio 39 Immobilienprojekte in Österreich, Deutschland und Südtirol. Nicht nur institutionelle Investoren, sondern auch auf Hochzinsanleihen spezialisierte Publikumsfonds wie die DWS, Schroders und Invesco haben hier investiert, wodurch die Insolvenz erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben könnte.
Eine der Hauptaufgaben des noch zu benennenden Sanierungsverwalters wird die Prüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungen der Signa Development Selection AG sein, wie in der Mitteilung betont wurde.
Bereits am Tag zuvor hatte eine andere bedeutende Tochtergesellschaft der Signa-Gruppe, die Signa Prime Selection, ebenfalls Insolvenz angemeldet. Dies geschah, nachdem es nicht gelungen war, frisches Kapital aufzutreiben. Dies war ein schwerer Schlag für das Herzstück des Benko-Imperiums, da die Signa Prime eine beeindruckende Sammlung von 54 Topimmobilien und Bauvorhaben in Deutschland und Österreich besitzt, darunter bekannte Warenhäuser wie das KaDeWe in Berlin und das Oberpollinger in München. Die Sanierung der Signa Prime wird entscheidend sein für das Schicksal der gesamten Signa-Gruppe.
Die Managementebene unter der Führung von Vorstandssprecher Erhard Grossnigg plant, den Kern der Signa Prime zu erhalten. Im Zuge des Sanierungsverfahrens sollen zwar Immobilien weitgehend verkauft werden, aber am Ende soll eine neu strukturierte Signa Prime mit einem Volumen von ein bis zwei Milliarden Euro stehen, verglichen mit dem aktuellen Wert von etwa 20 Milliarden Euro. Die Signa Development soll ebenfalls nach diesem Vorbild saniert werden.
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Zur AktienanalyseDie Signa-Gruppe, die einst ein Immobilienvermögen von 27 Milliarden Euro verzeichnete, ist bereits Ende November mit der Insolvenz der Signa Holding in eine tiefe Krise gerutscht. Hohe Baukosten, steigende Kreditzinsen und interne Probleme haben das Unternehmen stark unter Druck gesetzt, wodurch viele Bauprojekte vorerst stillstehen. Es bleibt abzuwarten, wie die Sanierungsbemühungen der Signa-Gruppe in den kommenden Monaten verlaufen werden und welchen Einfluss sie auf den Immobilienmarkt haben werden.


