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Siemens treibt DAX über 25.000 Punkte – Mercedes bricht ein

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Siemens treibt DAX über 25.000 Punkte – Mercedes bricht ein

Die Berichtssaison bestimmt am Donnerstag das Geschehen am deutschen Aktienmarkt. Während asiatische Börsen in der Nacht Zugewinne verzeichneten, blieben die Vorgaben von der Wall Street neutral. Der deutsche Leitindex startet mit einem Plus von rund einem Prozent in den Handelstag und überwindet dabei deutlich die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte kann nur moderat zulegen.

Siemens avanciert zum Tagesgewinner im DAX. Nach der Anhebung der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr schießt die Aktie um rund sechs Prozent nach oben und markiert bei 273,30 Euro ein neues Rekordhoch. Der Münchener Technologiekonzern erhöht die Gewinnprognose für das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten auf 10,70 bis 11,10 Euro – zuvor lag die Spanne bei 10,40 bis 11,00 Euro. Auch das Umsatzziel schraubt Finanzvorstand Ralf Thomas in einer Telefonkonferenz nach oben. Analysten sprechen von einem starken Start ins Geschäftsjahr mit guter Auftragslage. Parallel zur Zahlenvorlage findet ab 10.00 Uhr die Hauptversammlung statt, bei der die Aktionäre über eine auf 5,35 Euro erhöhte Dividende abstimmen sollen.

Auf der Verliererseite steht Mercedes-Benz mit einem Kursverlust von rund fünf Prozent. Der Stuttgarter Autobauer kann die Absatzeinbußen in China nicht kompensieren. Das Betriebsergebnis sackte im Vergleich zum Vorjahr um dramatische 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ab. Finanzchef Harald Wilhelm rechnet mit weiter sinkenden Verkaufszahlen, auch wenn neue Modelle im zweiten Halbjahr für Impulse sorgen könnten. Im Sog von Mercedes geben auch andere Autowerte im DAX nach.

Die Deutsche Telekom gehört zu den größten Gewinnern im Index. Nach starken Quartalszahlen der US-Tochter T-Mobile US vom Vortag legen die Bonner deutlich zu. Die Deutsche Börse hält nach ihrer Zahlenvorlage vom Vorabend am Vormittag eine Analystenkonferenz ab. Im MDAX erholt sich die Lufthansa nach den Streikverlusten vom Vortag, während ThyssenKrupp moderat nachgeben.

An der Wall Street herrschte am Mittwoch Orientierungslosigkeit. Die US-Arbeitsmarktdaten fielen zunächst deutlich besser aus als erwartet – die Beschäftigtenzahl stieg im Januar um 130.000, während Ökonomen nur 70.000 neue Jobs prognostiziert hatten. Allerdings wurden die Zahlen der beiden Vormonate deutlich nach unten revidiert. Die Marktreaktion fiel entsprechend verhalten aus. "Die erste Reaktion war sehr positiv, und dann wurde den Marktteilnehmern plötzlich klar: Wenn die Beschäftigungszahlen so stark ausfallen, werden wir vom nächsten Fed-Chef wohl so bald keine Zinssenkungen sehen", erklärte Mel Casey, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter FBB.

Die Anleger stehen vor einem Dilemma: Einerseits wünschen sie sich eine robuste Wirtschaft mit solidem BIP-Wachstum, andererseits hoffen sie auf fallende Zinsen. Die Federal Reserve versucht derzeit, mit erhöhten Zinsen die Inflation einzudämmen, ohne dabei die Konjunktur abzuwürgen – ein schwieriger Balanceakt. Der Dow Jones und die Technologiebörse Nasdaq verloren jeweils rund 0,1 Prozent, während der S&P 500 unverändert bei 6.941 Punkten schloss.

Für heute stehen weitere Unternehmenszahlen auf der Agenda. Neben den DAX-Konzernen öffnen auch zahlreiche Unternehmen aus der zweiten Reihe und dem europäischen Ausland ihre Bücher. Anleger und Analysten dürfen sich auf einen arbeitsreichen Handelstag einstellen, bei dem fundamentale Unternehmensdaten im Mittelpunkt stehen.

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