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Siemens steigert Marge in Smart Infrastructure

Neue Ziele und Wachstumspotenziale durch digitale Innovationen und Rechenzentren

Siemens steigert Marge in Smart Infrastructure

Siemens hat die Ziele für seine profitabelste Sparte, Smart Infrastructure, aufgestockt und strebt nun eine operative Umsatzrendite zwischen 16 und 20 Prozent an. Bisher lag die Zielvorgabe bei einer Marge von 11 bis 16 Prozent. Der zuständige Vorstand Matthias Rebellius erklärte, dass Smart Infrastructure weiterhin auf Wachstum setzen wird. Der Umsatz soll jährlich um sechs bis neun Prozent steigen. Im vergangenen Geschäftsjahr erreichte die Sparte eine Marge von 17,3 Prozent und einen Umsatz von 21,4 Milliarden Euro. Rebellius plant, die Sparte in den kommenden Jahren noch profitabler zu machen.

Der Bereich Smart Infrastructure ist in den letzten Jahren stark gewachsen, insbesondere durch die zunehmende Bedeutung von Software und digitalen Dienstleistungen. Der Umsatz mit digitalen Produkten betrug zuletzt 1,6 Milliarden Euro. Auch die Nachfrage nach Elektrifizierungstechnik, besonders im Bereich der Rechenzentren und klimafreundlicher Gebäude, hat erheblich zugenommen. Siemens sieht sich nun in Bezug auf Profitabilität bei Elektrikprodukten vorne und konkurriert in anderen Bereichen wie Gebäudetechnik und Elektrifizierung mit großen Unternehmen wie Schneider Electric, Honeywell und Johnson Controls.

Im kommenden Jahr wird ein weiteres Wachstum erwartet, insbesondere durch den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Siemens setzt auf lokale Fertigung in der Nähe der Kunden, um die Produktion effizienter zu gestalten. Besonders das Geschäft mit Rechenzentren zeigt großes Potenzial. Der Auftragseingang in diesem Bereich stieg im Geschäftsjahr 2023/24 um 60 Prozent auf mehr als 3,6 Milliarden Euro. Siemens erwartet, dass die Nachfrage in diesem Segment weiter ansteigen wird, nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz.

Während Smart Infrastructure weiterhin auf Erfolgskurs bleibt, kämpft die Kernsparte Digital Industries mit Umsatzrückgängen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz um acht Prozent, und die Marge fiel von 23,4 auf 18,9 Prozent. Besonders in China hat sich die Nachfrage nach Automatisierungstechnik schwächer entwickelt, da Kunden aufgrund der Pandemie große Bestände aufgebaut hatten. Siemens kündigte bereits den Abbau von Arbeitsplätzen in dieser Sparte an, da die Märkte sich langsamer erholen als erwartet.

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