Siemens meldet deutlichen Gewinnanstieg zum Jahresauftakt
Verkauf von Innomotics sorgt für Plus – Automatisierungsgeschäft bleibt unter Druck

Der Technologiekonzern Siemens hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Der Gewinn nach Steuern stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 3,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch knapp 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Hauptgrund für das kräftige Plus war der Verkauf der Tochtergesellschaft Innomotics, der Siemens einen Zufluss von 3,1 Milliarden Euro einbrachte. Das Unternehmen mit Sitz in München gab diese Zahlen bekannt und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.
Trotz der deutlichen Gewinnsteigerung zeigte sich die operative Entwicklung weniger erfreulich. Besonders das Automationsgeschäft litt weiterhin unter einer schwachen Nachfrage. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts sank im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Dieser Rückgang verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen im Bereich der Automatisierung, der traditionell eine wichtige Rolle im Produktportfolio des Konzerns einnimmt.
Positive Impulse kamen hingegen aus anderen Bereichen. Vor allem die Sparte für intelligente Infrastruktur, kurz SI, leistete einen wichtigen Ergebnisbeitrag. Diese Einheit konzentriert sich auf Lösungen für smarte Gebäude und Energiemanagementsysteme. Auch die Medizintechniktochter Siemens Healthineers trug wesentlich zum operativen Ergebnis bei. Das Unternehmen, das unter anderem bildgebende Diagnosegeräte und Labortechnik herstellt, ist ein stabiler Ertragsbringer innerhalb des Konzerns.
Der Umsatz entwickelte sich trotz der operativen Schwäche insgesamt leicht positiv. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte wuchs der Erlös um drei Prozent auf knapp 18,4 Milliarden Euro. Diese Entwicklung fiel etwas besser aus als von Analysten prognostiziert. Damit konnte Siemens zumindest auf Umsatzseite eine gewisse Stabilität zeigen, obwohl die Automationssparte schwächelte.
Der Verkauf von Innomotics und die solide Entwicklung in anderen Unternehmensbereichen sorgten dafür, dass Siemens insgesamt mit einem starken Quartalsergebnis in das neue Geschäftsjahr gestartet ist. Dennoch bleibt der Druck auf das Automatisierungsgeschäft bestehen, das in der Vergangenheit als Wachstumstreiber galt. Die künftige Entwicklung dieses Bereichs dürfte für die weitere Geschäftsentwicklung von Siemens von entscheidender Bedeutung sein.
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Zur AktienanalyseDas Unternehmen betonte, dass es die mittelfristigen Wachstumschancen in seinen Kernsegmenten weiterhin positiv einschätze. Dabei setzt Siemens vor allem auf die zunehmende Digitalisierung und die Transformation der Energieversorgung als zentrale Treiber für zukünftige Geschäftserfolge. Inwieweit sich die Schwäche im Automationsbereich mittelfristig überwinden lässt, bleibt jedoch abzuwarten.


