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Siemens Healthineers prüft angeblich Zukunft der Diagnostiksparte

Interne Quellen deuten auf mögliche Neuausrichtung der Laborgeräte-Sparte hin

Siemens Healthineers prüft angeblich Zukunft der Diagnostiksparte

In der dynamischen Welt der Medizintechnik zieht die Siemens-Tochter Siemens Healthineers in Betracht, ihre Strategie für die Zukunft neu auszurichten. Interne Quellen deuten darauf hin, dass die Unternehmensführung die Optionen für ihre Diagnostik-Division, die sich auf Laborstraßen für Bluttests spezialisiert hat, neu bewertet. Diese Neubewertung befindet sich in einer frühen Phase, und es steht noch nicht fest, ob die Sparte ein fester Bestandteil des Portfolios von Siemens Healthineers bleiben wird.

Es scheint, dass das Diagnostik-Geschäft von Siemens Healthineers, das eine bedeutende Rolle im internationalen Markt spielt und nur von der Schweizer Firma Roche übertroffen wird, in letzter Zeit finanzielle Herausforderungen erlebt hat. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wird ein operativer Verlust vermutet, was zu einer gründlichen Prüfung der Rentabilität dieser Sparte führt. Nichtsdestotrotz bleibt die Zukunft der Division offen, und es wurden bisher keine Investitionsbanken für eine mögliche Umstrukturierung oder Veräußerung beauftragt. Schätzungen zufolge könnte die Diagnostik-Sparte, sollte sie verkauft werden, einen Wert von bis zu acht Milliarden Dollar erreichen.

Die Nachricht von der möglichen Neuausrichtung hatte einen positiven Einfluss auf den Aktienmarkt. Die Aktien von Siemens Healthineers verzeichneten einen Anstieg um 4,7 Prozent und erreichten damit ihren höchsten Stand seit drei Monaten. Mit der bevorstehenden Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das Jahr 2022/23 stehen die Augen der Analysten und Investoren auf das Unternehmen gerichtet.

Es ist zu beobachten, dass die Diagnostik-Division von Siemens Healthineers bisher nur begrenzte Synergien mit anderen Geschäftsbereichen des Konzerns aufweist. Die Sparte bedient hauptsächlich Laborbetreiber und nicht Kliniken, was sie von anderen Geschäftsfeldern wie CT, MRT, Krebsbehandlungen und Operationsrobotern unterscheidet.

In der Vergangenheit hat Siemens Healthineers versucht, sein Labor-Geschäft mit mehreren Übernahmen zu stärken. Trotz dieser Bemühungen und der Einführung einer neuen kleineren Version ihrer „Atellica“-Plattform bleibt das Geschäft hinter den Erwartungen zurück. In der Hoffnung auf Kostenersparnisse plant das Unternehmen nun, ältere Systeme schneller als vorgesehen auslaufen zu lassen und die Produktionsstandorte zu straffen.

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