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Siemens Energy verkauft Hochspannungs-Sparte Trench

Der Energiekonzern reagiert auf Milliardenverluste in der Windkraftsparte und konzentriert sich auf sein Kerngeschäft

Siemens Energy verkauft Hochspannungs-Sparte Trench

Siemens Energy setzt auf eine Bereinigung seines Portfolios, um sich inmitten seiner finanziellen Probleme auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen beschlossen, seine Sparte für Hochspannungskomponenten an den Finanzinvestor Triton zu veräußern. Der Kaufpreis für diesen Geschäftsabschluss beläuft sich auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.

Die Sparte Trench, die unter anderem Messwandler und Spulen für Umspannwerke verkauft und etwa 2500 Mitarbeiter beschäftigt, wird nicht mehr zum Unternehmen gehören. Das Handelsblatt hatte bereits im Mai über die geplante Ausgliederung dieser Einheit berichtet.

Siemens Energy befindet sich insgesamt in einer tiefen Krise, die hauptsächlich auf Qualitätsprobleme bei seiner Tochter Siemens Gamesa zurückzuführen ist. Im laufenden Geschäftsjahr 2022/23 erwartet das Unternehmen einen Verlust von 4,5 Milliarden Euro.

Ende September berichtete der Vorstand von Siemens Energy dem Aufsichtsrat, dass es in der Windkraftbranche weiterhin wenig Besserung gibt, während andere Geschäftsbereiche, wie die Kraftwerkssparte, stabil sind.

Die Arbeitnehmervertreter werden die Veräußerung von Trench und die Übertragung der neun Werke an Triton sorgfältig prüfen, da sie bei früheren Verkäufen im Siemens-Konzern negative Erfahrungen gemacht haben.

Der Verkauf an Triton erfolgt, nachdem der Finanzinvestor kürzlich die Börsenpläne für den Panzerzulieferer Renk verschoben hat. Trench erzielte zuletzt Umsätze in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe, und Siemens Energy plant den Abschluss des Geschäfts im ersten Halbjahr 2024.

Siemens Energy plant nun, sich verstärkt auf die Lösung der Probleme im Windkraftgeschäft zu konzentrieren. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch muss sicherstellen, dass die Behebung der Qualitätsprobleme nicht teurer wird als erwartet.

Es bleibt abzuwarten, wie Siemens Energy seine Windkraftstrategie in den kommenden Jahren gestaltet, da einige skeptische Stimmen im Unternehmen Zweifel daran hegen, ob in naher Zukunft überhaupt Gewinne mit Windkraftanlagen erzielt werden können. Einige Experten empfehlen, dass sich Siemens Energy stärker auf Solarenergie konzentrieren sollte, um ein stärkeres Standbein in diesem Bereich aufzubauen.

Die vielen ungelösten Probleme bei Siemens Energy haben bisher dazu geführt, dass sich der Aktienkurs nicht erholen konnte, und das Unternehmen kämpft weiterhin mit finanziellen Herausforderungen.

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