Siemens Energy verdreifacht Gewinn dank KI-Boom und Gasturbinen
Rechenzentren-Ausbau und verbesserte Windkraft-Sparte treiben Quartalsergebnis auf 746 Millionen Euro.

Siemens Energy hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen Nettogewinn von 746 Millionen Euro erzielt – nahezu eine Verdreifachung gegenüber den 252 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis übertraf die Analystenerwartungen von 732 Millionen Euro deutlich.
Der Energietechnikkonzern profitiert massiv vom weltweiten KI-Boom. Die robuste Nachfrage nach großen Gasturbinen und Netztechnik, die beide für den Ausbau von Rechenzentren zur Unterstützung künstlicher Intelligenz unverzichtbar sind, treibt das Wachstum voran. Gleichzeitig zeigt die Windkraftsparte Siemens Gamesa erste Verbesserungen.
"Die anhaltend hohe Nachfrage in unseren Geschäftsbereichen Gasturbinen und Netztechnologien leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance", erklärte Vorstandschef Christian Bruch. "Auch im Windgeschäft gibt es erste Anzeichen für eine leichte Verbesserung."
Aktie mit beeindruckender Rallye
Die Siemens Energy-Aktie hat in den vergangenen zwei Jahren eine spektakuläre Entwicklung hingelegt und ist um mehr als das Zehnfache gestiegen. Mit einer Marktkapitalisierung von 130 Milliarden Euro ist das Unternehmen mittlerweile das sechstwertvollste börsennotierte Unternehmen Deutschlands. Im vorbörslichen Handel legte die Aktie weitere 4,3 Prozent zu.
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Zur AktienanalyseWindkraft-Tochter auf Erholungskurs
Besonders erfreulich entwickelt sich die Windkraftsparte Siemens Gamesa, die in der Vergangenheit von massiven Qualitätsproblemen geplagt wurde. Der operative Verlust konnte dank verbesserter Produktivität deutlich auf 46 Millionen Euro reduziert werden – nach 374 Millionen Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Diese Trendwende unterstreicht die Fortschritte bei der Sanierung der Problemsparte.

