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Siemens Energy: Rettungsplan für Windsparte

Sparen, ausbauen und optimieren - Strategien zur Wiederherstellung der Windkraftprofitabilität

Siemens Energy: Rettungsplan für Windsparte

Siemens Energy plant umfassende Maßnahmen zur Rettung seines angeschlagenen Windkraftgeschäfts. Nach den schweren Verlusten der letzten Jahre soll nun an Land gespart werden, während die Produktion von seefähigen Windturbinen auf dem Meer ausgebaut werden soll. Der Konzern hat vor, in den kommenden Jahren etwa 400 Millionen Euro bei seiner Windtochter einzusparen.

Konzernchef Christian Bruch betonte die Priorität der Sanierung von Siemens Gamesa und erklärte, dass der Erfolg von Siemens Energy stark von einer funktionierenden Windsparte abhängt. Allerdings erwartet er erst in drei Jahren Gewinne. Dennoch hat das Unternehmen nun einen klaren Aktionsplan, um bis zum Geschäftsjahr 2026 den Break-Even für das Windgeschäft zu erreichen.

Seit drei Jahren versucht Siemens Energy, seine Tochter Siemens Gamesa aus der Krise zu führen, doch Gewinnwarnungen, Qualitätsprobleme und ein schwieriges Marktumfeld haben die Bilanz belastet. Erst kürzlich musste das Unternehmen mit staatlichen Bürgschaften gerettet werden. Diese Rettungsaktion, bei der auch der Bund, Banken und Siemens selbst beteiligt sind, sicherte Siemens Energy zwei Jahre Zeit, um das Windgeschäft zu sanieren.

Die Probleme in der Windkraftsparte sind vielfältig und hausgemacht. Qualitätsprobleme bei den Turbinen, zu frühe Markteinführung und ein harter Preiswettbewerb belasten das Geschäft. Zusätzlich sorgen Inflation, steigende Zinsen und ein technologischer Wettlauf unter den Turbinenherstellern für Schwierigkeiten.

Die Investoren von Siemens Energy drängten auf eine klare Strategie zur Rettung des Windgeschäfts. Bruch hat jedoch keinen vollständigen Rückzug aus dem Onshore-Bereich verkündet, da noch Aufträge abgearbeitet werden müssen. Stattdessen will das Unternehmen selektiver vorgehen und die Preise weiter erhöhen.

Im Offshore-Bereich plant Siemens Energy, die Produktionskapazitäten zu erhöhen, während die Märkte gezielter ausgewählt werden sollen. Dabei sind jedoch Herausforderungen in der Offshore-Fabrik in Cuxhaven zu bewältigen, die hinter dem Zeitplan zurückliegt.

Kostensenkungen sind ebenfalls ein Ziel, und dazu wird die Produktion ausgelagert, während Siemens Gamesa sich auf die Montage von Gondeln und die Herstellung von Rotorblättern konzentriert. Die frühzeitige Einbindung von Zulieferern soll zukünftige Probleme verhindern.

Die schwierige Lage auf dem Offshore-Markt könnte Siemens Gamesa möglicherweise helfen, da Projekte auf hoher See aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation gestoppt werden. Betreiber wie Vattenfall und Orsted haben angekündigt, geplante Windparkprojekte nicht zu realisieren. Dies könnte dazu beitragen, das Windgeschäft von Siemens Gamesa zu stabilisieren.

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