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Sibanye-Stillwater: EBITDA springt im ersten Quartal um 371 Prozent

Der südafrikanische Bergbaukonzern meldet einen massiven Gewinnanstieg – und ein Quartal ohne tödliche Arbeitsunfälle.

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Sibanye-Stillwater: EBITDA springt im ersten Quartal um 371 Prozent

Sibanye-Stillwater hat für das erste Quartal 2025 (Ende: 31. März) beeindruckende Zahlen vorgelegt. Das in Johannesburg und New York börsennotierte Bergbauunternehmen steigerte sein EBITDA um 371% auf 19,4 Milliarden Rand. Gleichzeitig verzeichnete der Konzern, der auf grüne Metalle und Gold spezialisiert ist, keine tödlichen Arbeitsunfälle – ein wichtiger Meilenstein für die Sicherheitskultur des Unternehmens.

CEO Dr. Richard Stewart kommentierte die Ergebnisse in einer Pressemitteilung: „Die verbesserte Rentabilität und der Cashflow werden die strategischen Ziele der Kapitalallokation unterstützen und eine solide Plattform für die weitere Umsetzung der Strategie zur Vereinfachung und Leistungsoptimierung bieten. Dies schafft die Voraussetzungen für eine nachhaltige, langfristige Wertschöpfung für alle Stakeholder."

Zur Arbeitssicherheit ergänzte Stewart: „Eine sichere Produktion ist die Grundlage für operative Exzellenz. Ein Quartal ohne tödliche Unfälle sowie der kontinuierliche Rückgang schwerer Verletzungen und Vorfälle mit hohem Gefahrenpotenzial belegen die nachhaltigen Fortschritte bei der Risikominderung in unseren Betrieben."

Platingruppenmetalle treiben das Wachstum

Den größten Beitrag zum Gesamtergebnis lieferten die südafrikanischen Platingruppenmetall-Aktivitäten (SA PGM). Ihr EBITDA stieg um 393% auf 12,4 Milliarden Rand – maßgeblich getrieben durch einen Preisanstieg von 87% bei den sogenannten 4E-PGM (Platingruppenmetalle aus vier Elementen: Platin, Palladium, Rhodium und Gold). Platingruppenmetalle sind für die Automobilindustrie, insbesondere für Katalysatoren, sowie für die Wasserstoffwirtschaft von zentraler Bedeutung.

Parallel dazu schreiten Investitionen in Brownfield-Projekte voran. Das Siphumelele/Bambanani-Projekt sowie das Thembelani-Projekt sind Teil der kontinuierlichen Kapazitätserweiterung. Das K4-Projekt in Marikana läuft planmäßig hoch und produzierte im Quartal 26.620 Unzen 4E-PGM – ein Plus von 21% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die südafrikanischen Goldaktivitäten, einschließlich der Beteiligung an DRDGOLD, erzielten ein EBITDA von 4,7 Milliarden Rand – ein Anstieg von 160%. Begünstigt wurde dies durch einen um 49% höheren Goldpreis bei gleichzeitig stabiler Produktion. Gold bleibt damit ein wichtiger Ertragspfeiler des diversifizierten Konzerns.

US-Aktivitäten und internationale Projekte im Aufwind

Die US-amerikanischen PGM-Aktivitäten überraschten mit einem EBITDA-Sprung von 611% auf 777 Millionen Rand. Neben einem um 88% höheren 2E-PGM-Preis profitierten die US-Betriebe von Steuergutschriften nach „Section 45X" – einer Förderregelung im Rahmen des US Inflation Reduction Act für die heimische Produktion kritischer Materialien.

Die konsolidierten Recycling-Aktivitäten steuerten ein EBITDA von 1,6 Milliarden Rand bei. Grundlage waren Verkäufe von insgesamt 1.343.043 Unzen Edelmetallen, aufgeteilt auf PGM (8%), Gold (3%) und Silber (89%). Der Zink-Wiederaufbereitungsbetrieb Century in Australien erzielte ein EBITDA von 467 Millionen Rand.

Darüber hinaus macht das Lithiumprojekt Keliber in Finnland Fortschritte: Im Rahmen eines stufenweisen Hochlaufs liegen bereits 42.100 Tonnen Erz aus dem Abbau in Syväjärvi auf Halde. Das Kupferprojekt Mt Lyell in Tasmanien bewegt sich auf eine endgültige Investitionsentscheidung zu; im Quartal wurden Explorationsausgaben von 58,5 Millionen Rand genehmigt.

Sibanye-Stillwater präsentiert sich damit als breit aufgestellter Rohstoffkonzern, der von steigenden Edelmetallpreisen profitiert und gleichzeitig seine internationale Projektpipeline konsequent ausbaut. Für Anleger, die auf Platingruppenmetalle, Gold und Batteriemetalle setzen, bleibt das Unternehmen ein relevanter Wert im globalen Bergbausektor.

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