Shell übertrifft Gewinnerwartungen im dritten Quartal
Starke Gasgeschäfte und fortgesetzte Aktienrückkäufe stützen den Energiekonzern trotz niedrigerer Ölpreise

Shell hat im dritten Quartal des Jahres die Gewinnerwartungen übertroffen. Das britische Energieunternehmen erzielte zwischen Juli und September einen bereinigten Gewinn von 5,4 Milliarden US-Dollar. Damit lag das Ergebnis über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 5,09 Milliarden US-Dollar, obwohl es im Jahresvergleich um rund zehn Prozent gesunken ist. Hauptgrund für den Rückgang waren niedrigere Ölpreise, während starke Ergebnisse im Gasgeschäft den Rückgang teilweise abfederten.
Der Konzern kündigte an, sein Aktienrückkaufprogramm im vierten Quartal mit einem Volumen von 3,5 Milliarden US-Dollar fortzuführen. Damit wird Shell das 16. Quartal in Folge mindestens drei Milliarden US-Dollar an die Aktionäre zurückgeben. Diese Kontinuität unterstreicht die starke Kapitalrenditepolitik des Unternehmens, trotz schwächerer Marktbedingungen im Ölsektor.
Im Berichtszeitraum erzielte Shell einen operativen Cashflow von 12,2 Milliarden US-Dollar, nach 14,7 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG) steuerte dabei einen Gewinn von 2,14 Milliarden US-Dollar bei und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,97 Milliarden US-Dollar, blieb jedoch unter dem Vorjahreswert von 2,87 Milliarden US-Dollar.
Auch das Upstream-Geschäft entwickelte sich besser als erwartet: Der Gewinn lag bei 1,8 Milliarden US-Dollar und damit über der Prognose von 1,6 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr hatte diese Sparte jedoch noch 2,44 Milliarden US-Dollar erzielt.
Während der durchschnittliche Preis für Brent-Rohöl im Quartal bei etwa 68 US-Dollar pro Barrel lag – im Vergleich zu 78 US-Dollar im Vorjahresquartal – zeigte sich der Gasmarkt stabiler. Der niederländische TTF-Frontmonatspreis lag im Schnitt bei 33,04 Euro pro Megawattstunde, leicht unter dem Vorjahreswert von 35,6 Euro. In den USA stiegen die Erdgaspreise dagegen von 2,23 auf 3,07 US-Dollar pro Million British Thermal Units.
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Zur AktienanalyseShell bleibt damit ein zentraler Akteur auf den globalen Energie- und Rohstoffmärkten. Der Fokus auf das Gasgeschäft hat sich in einem schwierigen Marktumfeld als stabilisierender Faktor erwiesen, während die konsequente Rückführung von Kapital an die Aktionäre die Finanzkraft des Konzerns unterstreicht.

